NÜRNBERGER LAND - Die Regierung von Mittelfranken hat für Samstag, 20. Juni, und Sonntag, 21. Juni, Luftbeobachtung als Maßnahme der Waldbrandbekämpfung im Regierungsbezirk angeordnet. Grund ist die gestiegene Waldbrandgefahr durch fehlende Niederschläge und hohe Temperaturen.
Kleinste Zündquellen können ausreichen, um Brände zu verursachen. Die Flüge finden in den Nachmittagsstunden statt, wenn die Waldbrandgefahr am größten ist.
Ehrenamtliche Piloten der Luftrettungsstaffel Mittelfranken führen die Befliegungen durch. An Bord befinden sich speziell ausgebildete Luftbeobachter der Feuerwehr und Forstbehörden, die gezielt nach möglichen Brandgefahren suchen. Bei Entdeckung eines Brandes wird die Feuerwehr direkt alarmiert und zur Brandstelle geleitet. Die Einsatzkosten trägt die Regierung von Mittelfranken aus dem Katastrophenschutzfonds.
Striktes Rauchverbot von März bis Oktober
Die Behörde appelliert an Waldbesucher, Waldbrände unverzüglich über die Notrufnummer 112 zu melden. Vom 1. März bis 31. Oktober ist das Rauchen im Wald untersagt. Feuer und Grillfeuer sind verboten. Brennende Zigaretten dürfen nicht aus Fahrzeugen geworfen werden. Fahrzeuge sollen nicht auf leicht entzündbarem Untergrund wie Wiesen oder Waldwegen geparkt werden, da heiße Fahrzeugkatalysatoren Brände auslösen können.
Diese präventiven Maßnahmen sind essentiell, um die wertvollen Waldbestände in Mittelfranken zu schützen. Die Waldbrandbekämpfung erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein aller Waldbesucher. Besonders in den trockenen Sommermonaten steigt das Risiko für unkontrollierte Brände erheblich.
Mittelfranken setzt auf Luftbeobachtung und Bürgerbeteiligung
Die Luftbeobachtung ermöglicht eine schnelle Erkennung von Bränden aus der Luft, noch bevor diese größere Ausmaße annehmen. Dies trägt wesentlich zur Minimierung von Schäden bei. Jeder Waldbesucher sollte sich bewusst machen, dass umsichtiges Verhalten im Wald zum Schutz der Natur und zur Sicherheit aller beiträgt. Die Regierung von Mittelfranken setzt dabei auf Aufklärung und Zusammenarbeit mit den Bürgern sowie auf regelmäßige Kontrollen in sensiblen Waldgebieten.
