LAUF – Manfred Weber trifft Manfred Weber: Der Europaabgeordnete und Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament war zu Gast in der Metzgerei seines Namensvetters in Lauf.
Der (nachgeholte) Besuch hatte unerwartete Aktualität bekommen: Der EVP-Vorsitzende ist in die Kritik geraten aufgrund von angeblichen Absprachen mit ultrarechten Fraktionen im EU-Parlament im Hinblick auf die Migrationspolitik.
In Lauf allerdings wollte Manfred Weber vor allem Hilfe im Wahlkampfendspurt für die CSU-Bürgermeisterkandidatin Nina Bezold leisten. Im Imbiss von Metzger Weber nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit zum direkten Austausch über europäische Politik und ihre Auswirkungen auf die Kommunen.
Unter dem augenzwinkernden Motto „Zwei Weber in Lauf“ entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über europäische Themen. Dabei ging es unter anderem um das geplante MERCOSUR-Handelsabkommen, die europäische Medizinprodukte-Verordnung sowie Fragen rund um Verbraucherpolitik und Lebensmittelkennzeichnung.
In ihrer Begrüßung betonte CSU-Bürgermeisterkandidatin Nina Bezold, dass Europa keineswegs weit entfernt sei. „Europa beginnt hier – in Lauf. Viele Entscheidungen aus Brüssel wirken sich direkt auf unsere Unternehmen, unsere Infrastruktur und unseren Alltag aus“, sagte sie. Bezold verwies auch auf ihre eigene berufliche Erfahrung auf europäischer Ebene. Fünf Jahre lang arbeitete sie als parlamentarische Referentin für die Europaabgeordnete Marlene Mortler im Europäischen Parlament.
Gerade für Kommunen sei es entscheidend, frühzeitig in politische Prozesse eingebunden zu sein. „Eine Bürgermeisterin muss heute Brücken bauen – zwischen Rathaus, Landratsamt, München, Berlin und auch Brüssel.“ Auch Manfred Weber hob die Bedeutung der Kommunen hervor. Europa brauche starke Städte und Gemeinden, die Verantwortung übernehmen und Demokratie vor Ort lebendig halten.
