ALTDORF – Die renommierte Migrationsforscherin und Kulturwissenschaftlerin Dr. Judith Kohlenberger zeigt in ihrem Vortrag, den sie am Dienstag, 23. Juni, im Rahmen der Reihe „Altdorf schaut hin“ in Altdorf hält, den Preis auf, den eine Gesellschaft für eine restriktive Abschottungspolitik zahlt.
Dieser Politik setzt sie ein Konzept der Zugewandtheit entgegen. Kohlenberger plädiert dafür, der „neuen Härte“ die Stirn zu bieten, indem man wieder mehr Raum für Austausch, Nähe und Demokratisierung schafft und einander zugewandt bleibt.
Dr. Judith Kohlenberger ist Kulturwissenschaftlerin und Migrationsforscherin an der Universität Wien. Seit 2015 arbeitet sie im Bereich der interdisziplinären Fluchtforschung. Für ihre Veröffentlichungen erhielt sie unter anderem den Kurt-Rothschild-Preis, den Förderpreis der Stadt Wien und den Anas-Schakfeh-Preis für Verdienste im Bereich der Menschenrechte, der Demokratie und der Förderung der Rechtsstaatlichkeit.
Seit 2022 hostet sie den Podcast Aufnahmebereit – ein Wissenschaftsvermittlungsprojekt, das sich Ankommenden und Aufnehmenden in der modernen Migrationsgesellschaft widmet. 2024 erschien ihr Buch „Gegen die neue Härte“ bei dtv, 2025 folgte „Migrationspanik: Wie Abschottungspolitik die autoritäre Wende befördert“ im Picus Verlag.
„Altdorf schaut hin“ ist eine Veranstaltungsreihe der Seebrücke Altdorf in Zusammenarbeit mit der Stadt Altdorf. Sie besteht seit 2021 und setzt sich mit Hilfe vielfältigster Formate und Perspektiven mit den Themen rund um Flucht und Migration auseinander. Die Reihe entstand im Zuge des Stadtratsbeschlusses, mit dem sich Altdorf 2021 zum „Sicheren Hafen“ erklärte.
Info: Am Dienstag, 23. Juni, um 19 Uhr hält Dr. Judith Kohlenberger ihren Vortrag „Gegen die neue Härte“ im Kulturtreff Altdorf. Der Vortrag findet (als Ersatztermin für November) im Rahmen der Reihe „Altdorf schaut hin“ statt. Anschließend gibt es ein Publikumsgespräch. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
