Die Pläne zur Badesaison 2021

Unter Hundert auf den Fünfer?

Das Feuchter Freibad an einem heißen Tag vor der Corona-Pandemie: Wann in diesem Jahr aufgemacht wird und wie viele Besucher jeweils eingelassen werden dürfen, steht noch nicht fest. | Foto: Alex Blinten / Archiv2021/05/Feucht-Freibad-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND – Kommunen hoffen für Freibäder, dass mit der Temperatur nicht auch die Inzidenzzahlen steigen.

Während sich die sommerlichen Temperaturen noch etwas Zeit lassen, müssen die Freibäder nicht nur auf das gute Wetter warten. Vielerorts wäre der Saisonstart eigentlich Anfang Mai angesetzt. Zurzeit hängt aber alles vom Infektionsgeschehen und den Inzidenzzahlen ab. Die Freibadbetreiber wissen zwar nicht, ob und wann sie öffnen dürfen, trotzdem bereitet man sich auf die Saison vor.

Im vergangenen Jahr hatte das Feuchter Freibad zum Ärger vieler Badefreunde geschlossen. Die Angst vor einem Ansturm und der daraus resultierenden Infektionsgefahr beim Einlass war den Betreibern zu groß. In dieser Hinsicht gibt es vonseiten des Feuchter Freibads Feuchtasia gute Neuigkeiten: Man plant heuer mit einer Öffnung. „Zumindest sofern wir eine klare Ansage der Bundesregierung bekommen“, erklärt Raimund Vollbrecht, Geschäftsführer der Feuchter Gemeindewerke.

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    Selbstverständlich sei dies nur unter strengen Auflagen und mit eingeschränktem Betrieb möglich. Die Vorbereitungen seien jedoch so gut wie abgeschlossen. „So wie jeder Freibadbetreiber warten wir auf das entscheidende Signal, bis wir unsere Pforten öffnen.“ Sein Bauchgefühl verrate ihm, dass sich im Mai nicht viel ändern werde, er lasse sich aber sehr gerne vom Gegenteil überzeugen.

    „Damit wir schnell öffnen können“

    Das idyllische Naturbad in Weißenbrunn hat es letztes Jahr ebenfalls schwer getroffen. Neben den strengen pandemiebedingten Regeln hatte ein Pilzbefall einiger Erlen in Wassernähe den Betreibern einen Strich durch die Rechnung gemacht (wir berichteten). Diese seien entfernt worden, das Pflanzen neuer Bäume sei abgeschlossen und die Reinigung laufe auf Hochtouren. „Wir werden die Vorarbeiten alle erledigen, dass wir, wenn erlaubt, schnellstmöglich öffnen können“, sagt Thomas Kraußer, Bürgermeister der zuständigen Gemeinde Leinburg.

    Andere Stelle, gleiche Welle: Im Freibad in Altdorf ist die Auswinterung auch in vollem Gange und der Betreiber wartet nur auf eine klare Öffnungsansage. „Unsere Becken sind gesäubert und befüllt, der Rasen ist gemäht und die Kollegen stehen bereit“, sagt Peter Stemmer, Geschäftsführer der Versorgungsgesellschaft Altdorf. Einzig mit dem Beheizen der Becken warte man noch, um die laufenden Kosten einzudämmen. Ursprünglich sei der 1. Mai als Öffnungstermin geplant gewesen, was jedoch wegen des derzeitigen Infektionsgeschehens nicht umsetzbar war. „Sobald es möglich ist, legen wir los!

    Online buchen, Abstand halten

    Man plane einen Badebetrieb mit Einschränkungen. Vor allem das Einhalten von Personenabständen, die eingeschränkte Nutzung der Umkleidekabinen, eine zeitliche Beschränkung von Besuchern und eine Online-Buchung des sowieso reduzierten Kartenkontingents seien unausweichlich. In anderen Bädern im Nürnberger Land warte man sogar mit den Vorbereitungen auf bundesgesetzliche Regelungen.

    Das Strudelbad in Hersbruck beispielsweise öffne erst, wenn aus Spekulationen Sicherheiten werden. „Noch sind uns die Infektionszahlen zu hoch. Wenn sie unter 100 sinken, kann weitergeplant werden“, erklärt Karlheinz Wölfel, Geschäftsleiter der Stadt Hersbruck und Thermengeschäftsführer.

    Unterstützt werden die Anliegen der Freibäder durch die Landesgruppe Bayern des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU). In einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung kritisiert der Verband das kurzfristige Timing der Öffnungen: „Die Inbetriebnahme eines Schwimmbads dauert zirka zwei bis vier Wochen und bedeutet mehr, als nur den Wasserhahn der Badewanne aufzudrehen.“ Auf ihrer Website bieten sie den Betreibern ein Eckpunktepapier mit den zu beachtenden Vorgaben an.

    Von Johannes Gurguta

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