Notverbund ist aktiviert

„Unsichtbarer“ Rohrbruch bei Altdorf: Schadensstelle noch nicht gefunden

Im vermuteten Schadensbereich hebt ein Bagger die Erde aus, um die Leitung freizulegen und die genaue Lage des Rohrbruchs einzugrenzen.
Im vermuteten Schadensbereich hebt ein Bagger die Erde aus, um die Leitung freizulegen und die genaue Lage des Rohrbruchs einzugrenzen. | Foto: Horst Gruber2026/08/Altdorf_Hammerbachtal__1.jpg

ALTDORF – Ein ungewöhnlich hoher Wasserverbrauch hat den Wasserzweckverband Hammerbachtal auf einen bislang unsichtbaren Rohrbruch im Leitungsnetz aufmerksam gemacht. Die genaue Schadensstelle ist noch nicht abschließend gefunden, der betroffene Streckenabschnitt aber inzwischen eingegrenzt. Dank eines Notverbunds mit den Stadtwerken Altdorf ist die Wasserversorgung der betroffenen Ortsteile dennoch jederzeit gesichert.

Anhand der abgegebenen Wassermengen konnten Mitarbeiter des Wasserzweckverbands Hammerbachtal feststellen, dass irgendwo im Versorgungsnetz eine erhebliche Menge Wasser verloren geht. Warum ein solcher Rohrbruch nicht sofort sichtbar wird, liege laut dem stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Horst Gruber an den örtlichen Gegebenheiten: Das austretende Wasser versickere derzeit vermutlich direkt im Erdreich und trete daher nicht – wie sonst üblich – an der Oberfläche aus. Die Schadensstelle bleibt dadurch verborgen und müsse entsprechend mit technischem Aufwand eingegrenzt und lokalisiert werden.

Intensive Suche

Seit der Feststellung sind die Mitarbeiter des Wasserzweckverbandes nahezu rund um die Uhr im Einsatz, um die Schadensstelle zu finden. Trotz intensiver Suche konnte das Leck bislang noch nicht eindeutig lokalisiert werden. Der Schadensbereich konnte jedoch inzwischen eingegrenzt werden: Vermutet wird der Rohrbruch auf der Hauptverbindungsleitung vom Hochbehälter Eismannsberg zu den Ortschaften Unter- und Oberrieden sowie Hegnenberg, Pühlheim, Raschbach und Adelheim. Die Ortschaft Eismannsberg, welche im Stadtgebiet Altdorf ebenfalls mit Wasser aus dem Hammerbachtal versorgt wird, ist nicht betroffen.

Um den Wasserverlust zu begrenzen und weitere Schäden zu vermeiden, wurde diese Hauptleitung nun vorübergehend abgesperrt. Im vermuteten Streckenabschnitt werden derzeit umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt. Die geöffneten Bereiche dienen dazu, die Leitung weiter zu überprüfen und die Schadensstelle gegebenenfalls mit technischem Spezialgerät noch genauer lokalisieren zu können. Auch wenn die sichtbaren Arbeiten mit Bagger und offenen Gräben zunächst nach einer großen Baustelle aussehen, seien sie, so Gruber, ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur schnellen Reparatur.

Dass die Wasserversorgung auch in einer solchen Situation zuverlässig funktioniert, liege an der „guten Zusammenarbeit“ der örtlichen Wasserversorger. Bereits vor einigen Jahren haben der Wasserzweckverband Hammerbachtal und die Stadtwerke Altdorf vorausschauend eine sogenannte Notverbundleitung geplant und umgesetzt. Diese Investition in die Versorgungssicherheit habe sich laut dem stellvertretenden Verbandsvorsitzenden „nun bezahlt“ gemacht.

Wasserversorgung sichergestellt

Der Notverbund mit den Stadtwerken Altdorf wurde aktiviert. Die betroffenen Ortsteile werden derzeit über genau diese Verbindung mit Wasser versorgt. Die Wasserversorgung ist damit jederzeit sichergestellt – für die Bürger bleibe der Vorfall im Alltag nahezu unbemerkt.

„Auch wenn derzeit nicht das gewohnte Hammerbachtal-Wasser aus der Leitung kommt, müssen sich unsere Wasserabnehmer keine Sorgen machen: Die Versorgung steht“, beschreibt Gruber die Situation in einer Pressemitteilung. „Ein herzliches Dankeschön geht an die Stadtwerke Altdorf für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung. Die Notverbundleitung zeigt, dass gute Nachbarschaft nicht nur bei den Menschen, sondern auch bei den Wasserversorgern funktioniert.“ Ein Dank gelte außerdem Mitarbeitern des Wasserzweckverbandes, die seit Tagen mit großem Einsatz daran arbeiteten, die Schadensstelle aufzuspüren und die Reparatur schnellstmöglich umzusetzen.

Info: Der Wasserzweckverband Hammerbachtal informiert, sobald es neue Erkenntnisse zum Standort des Schadens und zum weiteren Vorgehen gibt.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren