HERSBRUCK – Hersbruck und seine Verwaltung stecken in einem Dornröschenschlaf und müssen nur wachgeküsst werden. Diese provokante These stellte Uli Maly zu Beginn des Gesprächsabends auf, zu dem die SPD Hersbruck auf den Michelsberg eingeladen hatten.
Der erfahrene Kommunalpolitiker Maly und Bürgermeisterkandidat Achim Stötzner standen im Mittelpunkt der Veranstaltung, gemeinsam diskutierten sie über die Zukunft Hersbrucks und die Herausforderungen kommunalpolitischer Arbeit. Gleich zu Beginn machte Achim Stötzner deutlich, dass er die politische Situation in Hersbruck kritisch bewertet. In seinen Augen fehlt es an Dynamik, klaren Zielen und zukunftsweisenden Entscheidungen.
Er machte deutlich, dass es ihm nicht darum geht, die Arbeit der vergangenen Jahre pauschal schlecht zu reden, sondern mit frischen Ideen neue Impulse zu setzen – laut SPD-Pressemeldung bei Themen wie Innenstadtentwicklung, die Förderung des Tourismus und attraktive Angebote für Jung und Alt.
Überregionale Perspektive durch Uli Maly
Uli Maly brachte als erfahrener Kommunalpolitiker eine überregionale Perspektive ein. Er betonte, dass Kommunalpolitik die unmittelbarste Form von Demokratie sei. Entscheidungen vor Ort hätten direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen. Gerade deshalb sei es wichtig, Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden und transparente Prozesse zu schaffen. Maly verwies auf seine Erfahrungen aus Nürnberg und unterstrich, dass erfolgreiche Stadtpolitik vor allem vom Dialog lebe.
Gerade dieser Dialog liegt Stötzner am Herzen. Politik und Entscheidungen der Verwaltung müssen transparent kommuniziert werden, so können zum Beispiel regelmäßige Informationsveranstaltungen oder offene Bürgersprechstunden dazu beitragen, das Vertrauen in die kommunalen Entscheidungsträger zu stärken und die Bürgerbeteiligung zu erleichtern. Denn wie viele andere Kommunen steht auch Hersbruck vor der Herausforderung, große und kostspielige Projekte, wie den Neubau der Grund- und Mittelschule, mit begrenzten Haushaltsmitteln zu realisieren, ohne dabei andere wichtige „Baustellen“ zu vernachlässigen.
