Tag des Einbruchschutzes

Schlüsselboxen: Praktisch, aber ein Sicherheitsrisiko

Wer den Code kennt, hat den Schlüssel: Schlüsseltresore mit Zahlencode können ungewollt zur Einladung für Einbrecher werden.
Wer den Code kennt, hat den Schlüssel: Schlüsseltresore mit Zahlencode können ungewollt zur Einladung für Einbrecher werden. | Foto: Christoph Sator/dpa2026/10/Schluesseltresore-haengen-an-einer-Hauswand-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND – Feriengäste, Handwerker, Pfegedienstmitarbeiter oder Putzdienst brauchen Zugang zur Wohnung, obwohl die Bewohner nicht da sind? Schlüsselboxen scheinen die Lösung. Doch die Initiative K-Einbruch von Polizei und Wirtschaft warnt: Die Tresore, die oft neben der Haustür hängen, helfen nicht nur den Berechtigten.

Die meisten solcher Außenboxen bieten keinen ausreichenden Schutz vor Einbrechern und werden für diese schnell zur Einladung: Vor allem günstige Boxen halten der Initiative zufolge mechanischen Angriffen kaum stand. Und ist die Box erst mal geknackt, halten Einbrecher den Schlüssel in der
Hand – und gelangen damit ohne sichtbare Einbruchspuren an der Haustür direkt in die Wohnung.

Alternative per Handy

Will man dafür sorgen, dass Menschen ohne persönliche Schlüsselübergabe in die eigenen vier Wände kommen, rät K-Einbruch deshalb lieber auf elektronische Türschlösser auszuweichen, sogenannte Smart Locks. Sie lassen sich von festgelegten Personen ohne klassischen Schlüssel öffnen, bei vielen Systemen per Smartphone und App.

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Wer dennoch eine Außenbox nutzen will, sollte auf ein möglichst widerstandsfähiges Modell achten, etwa auf eine Zertifizierung nach Richtlinie VdS 3898. Nutzt man die Box für Gäste, beispielsweise in der eigenen Ferienwohnung, sollte die Code-Vergabe digital und zeitgesteuert erfolgen, der PIN-Code nach der Abreise der Gäste also automatisch ungültig werden.

Zahlt die Versicherung?

Wer eine Hausratversicherung hat, sollte außerdem vorab klären, wie es um den Versicherungsschutz bestellt ist, wenn man eine solche Box benutzt. Denn der Initiative von Polizei und Wirtschaft zufolge, werten Versicherer das Deponieren eines Schlüssels in einer „unzureichend widerstandsfähigen Außenbox“ nicht selten als grobe Fahrlässigkeit. Die Folge: Der Schutz der Hausratsversicherung kann erlöschen. 

Text: dpa

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