Wo Pflege digital wird

Pflegekonferenz im Landratsamt: Austausch über digitale Zukunftsthemen

Landrat Armin Kroder (rechts) mit den Organisatorinnen Anja Gruhl (2. v. l.) und Katharina Eichenmüller (4. v. l.) sowie den Teilnehmenden der Pflegekonferenz.
Landrat Armin Kroder (rechts) mit den Organisatorinnen Anja Gruhl (2. v. l.) und Katharina Eichenmüller (4. v. l.) sowie den Teilnehmenden der Pflegekonferenz. | Foto: LRA2026/07/csm_2026-07-09Pflegekonferenz_-_K_fcac306522.jpg

NÜRNBERGER LAND – Einmal jährlich organisieren Katharina Eichenmüller, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion-Plus, und Anja Gruhl, Koordinatorin für Seniorenarbeit, eine Pflegekonferenz. Ziel ist, Akteurinnen und Akteuren aus dem Bereich der Pflege die Möglichkeit zum fachlichen Austausch über die Einrichtungsgrenzen hinaus zu geben. Dabei stehen jeweils verschiedene aktuelle Themen im Fokus der Veranstaltung.

Diesmal tauschte man sich im Landratsamt über Chancen und Herausforderungen der Telematikinfrastruktur (TI) im Pflegealltag aus. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen digitale Anwendungen wie der Kommunikationsdienst im Medizinwesen (KIM), die elektronische Patientenakte (ePA) sowie weitere digitale Lösungen, die den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen verbessern sollen. „Die Digitalisierung macht vor der Pflege nicht halt. Die Telematikinfrastruktur wird in den kommenden Jahren ein wichtiger Baustein für eine gut vernetzte und zukunftsfähige Pflege sein“, betonen Eichenmüller und Gruhl unisono.

Einige Teilnehmer berichteten, dass in ihren Pflegeeinrichtungen einzelne Anwendungen der Telematikinfrastruktur bereits erfolgreich eingesetzt werden. Die Teilnehmer erhielten Einblicke in bisherige Erfahrungen und diskutierten gemeinsam, wie digitale Prozesse die Kommunikation zwischen Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen, Krankenhäusern und weiteren Stellen im Gesundheitswesen vereinfachen und beschleunigen können. Ziel ist, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, den bürokratischen Aufwand zu reduzieren und die Versorgung der Pflegebedürftigen zu verbessern.

Als Expertinnen waren mit Andrea Reiter-Jäschke und Rebecca Seemann zwei Referentinnen des Landeskompetenzzentrums „Pflege digital Bayern“ zu Gast. In ihrem Fachvortrag erläuterten sie die aktuellen Entwicklungen rund um die Telematikinfrastruktur, stellten die wichtigsten Anwendungen vor und zeigten auf, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einführung in Pflegeeinrichtungen geschaffen werden müssen.

„Viele Einrichtungen beschäftigen sich bereits mit der Einführung digitaler Anwendungen oder sammeln erste praktische Erfahrungen. Umso wichtiger ist es, Unsicherheiten abzubauen und Raum für Fragen zu schaffen. Der direkte Austausch mit Expertinnen sowie zwischen den Einrichtungen trägt dazu bei, die Digitalisierung gemeinsam und praxisnah voranzubringen“, so die Organisatorinnen.

„Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Praxis, Fachberatung und den verantwortlichen Akteuren, um die digitale Transformation in der Pflege erfolgreich voranzubringen“, heißt es aus dem Landratsamt. 

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