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Nachfrage steigt, das Angebot auch

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„Es gibt diverse alkoholfreie Produkte, die aus Weintrauben hergestellt werden, aber das muss nicht unbedingt alkoholfreier Wein sein“, erklärt Christian Schätz von Regio Weine. Trotzdem stellt er fest, dass seine Kunden neugierig sind auf den aktuellen Trend zum entalkoholisierten Wein und hat auch in diesem Segment eine feine Auswahl alkoholfreier Weißweine und Secci auf Lager. Die meisten Kunden nehmen aber erst mal nur eine Probeflasche mit – und die Wiederkaufsrate ist eher gering, schmunzelt der Laufer Weinhändler.

Besser gehen da andere Produkte wie etwa Traubenzauber oder Verjus. Diesen Getränken muss der Alkohol nicht erst entzogen werden, denn sie sind von Natur aus schon alkoholfrei. „Traubenzauber“ etwa sind Säfte als Basis, die mit ausgewählten Gewürzen verfeinert werden und die sowohl warm als auch kalt genossen werden können. Für Verjus (übersetzt „grüner Saft“) wiederum werden Trauben unreif geerntet, gepresst und abgefüllt. Mit seiner schönen süßsauren Balance und feinem Duft schmeckt er als Aperitif oder erfrischender Sommerdrink.
Doch auch wenn der Markt für alkoholfreien Wein um 20 bis 25 Prozent gewachsen ist, bleibt diese Sparte mit einem Marktanteil von ein bis zwei Prozent ein absolutes Nischenprodukt. „Alkoholfreier Wein oder Secco wird eher zu besonderen Anlässen getrunken“, weiß Christian Schätz. „Vor allem, wenn man auf Alkohol verzichten möchte, aber nicht auf ein elegantes Getränk zum gemeinsamen Anstoßen.“ Wo früher Wasser oder Orangensaft angeboten wurde, kommen heute eben auch mal ein alkoholfreier Secco oder Verjus ins Wein- oder Sektglas.

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Tel. 0173 663 86 82
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Ohne Promille? Ohne Probleme!

Alkoholfreie Biersorten, Weine und Secci liegen voll im Trend. Das Angebot wächst stetig – und die Qualität überzeugt zunehmend auch Feinschmecker.

Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für alkoholfreie Alternativen zu Bier, Sekt und Wein. Sei es aus gesundheitlichen Gründen, im Rahmen eines bewussteren Lebensstils oder einfach, weil man auch ohne Alkohol nicht auf den Genuss eines kühlen Biers oder prickelnden Sekts verzichten möchte. Doch wie kommt der Alkohol eigentlich raus und Geschmack rein ins Lieblingsgetränk?

Ist alkoholfreies Bier Sünde?
Auch im Bierland Franken, wo die Brautradition bekanntermaßen tief verwurzelt ist, bieten viele Brauereien mittlerweile alkoholfreie Sorten an – auch wenn wahrlich noch nicht jeder (fränkische) Biertrinker vom Sinn und Zweck dieser Varianten überzeugt ist. Dennoch haben regionale Brauereien diesen Trend erkannt und produzieren alkoholfreie Varianten, die geschmacklich mit den klassischen Sorten durchaus mithalten können – Tendenz steigend.

Alkoholfreier Wein – mehr als Traubensaft
Mit alkoholfreiem Bier fing es an, doch das Weinsegment hat längst aufgeholt und inzwischen boomt auch hier der Markt. Sowohl Weinhandlungen als auch Supermärkte bieten mittlerweile eine große Auswahl an alkoholfreien Rot-, Weiß- und Roséweinen an. Die besten alkoholfreien Weine werden heute wie klassische Weine gekeltert und danach schonend entalkoholisiert – was sie deutlich vom einfachen Traubensaft unterscheidet.

Unterschied alkoholfrei und 0,0 %
Die Bezeichnung „alkoholfrei“ ist in Deutschland leider etwas verwirrend. Denn Bier und Wein, die als „alkoholfrei“ gekennzeichnet sind, sind in der Regel nicht völlig alkoholfrei, sondern enthalten einen geringen Restalkoholgehalt, meistens unter 0,5 Prozent vol. Laut deutschem Lebensmittelrecht ist das aber erlaubt. Wer vollständig auf Promille verzichten möchte, sollte auf die Kennzeichnung „0,0 Prozent“ achten.
Warum das so ist? Bei der Gärung von Bier oder Wein entsteht automatisch Alkohol. Dabei bleiben oft kleine Mengen Restalkohol (unter 0,5 Prozent) zurück. Eine Entalkoholisierung bis 0,5 Prozent ist technisch leichter als bis 0,0 Prozent und schonender für das Aroma. Wird alles entzogen, kann der Geschmack flach oder dünn wirken. Deshalb belassen viele Hersteller einen Hauch Restalkohol.
Beim Sekt kaschiert die Kohlensäure die fehlende Alkoholstruktur. Der prickelnde Effekt sorgt für Frische und Reiz, der sonst durch Alkohol getragen wird. Einbußen bei Aroma und Geschmack fallen so weniger auf.
Schon gewusst? Auch Fruchtsäfte oder auch Kefir können teilweise bis zu 2 Prozent oder sogar mehr Alkohol enthalten – ganz natürlich durch Gärung von Fruchtzucker. Aber erst ab einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Prozent muss dies auf dem Etikett angegeben werden.

Text: Michaela Hummel

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