NÜRNBERGER LAND – Die Umweltdienste Merkel GmbH hat ihren Fuhrpark erweitert. Landrat Armin Kroder sowie Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamts informierten sich bei einem Vor-Ort-Termin über die neuen Fahrzeuge und ließen sich deren Funktionen und Einsatzmöglichkeiten vorführen. Vorgestellt wurden ein neuer Sattelzug für die Müllumladestation, ein Sammelfahrzeug für Gelbe Säcke mit Löschfunktion sowie der sogenannte Kehrminator.
Bei dem ersten der drei vorgestellten Fahrzeuge handelt es sich um einen neuen Sattelzug, der seinen Vorgänger im Bereich der Müllumladestation ersetzen wird. Das System hat sich bereits die letzten 14 Jahre bewährt. So wurden knapp 200.000 Tonnen Hausmüll in die Müllverbrennungsanlage nach Nürnberg transportiert. Die einzelnen Leerungsfahrten reduzierten sich um 50 Prozent – eine Wegstrecke von mehr als 500.000 km. Der kippbare Hardox-Sattelauflieger hat ein Volumen von 62 m³ und wurde in Kooperation mit dem Landkreis aufwändig beklebt, um auf die Themen „Müllreduzierung durch besseres Trennverhalten“ und „Brand durch Elektrogeräte“ hinzuweisen.
Im Bereich der Müll-Sammelfahrzeuge wird das Thema Brandrisiko ebenfalls aufgegriffen. Durch eine fest montierte Löschmöglichkeit kann das Fahrzeug, das im Bereich der Gelben Sack-Sammlung eingesetzt wird, im Brandfall durch die Feuerwehren gelöscht werden. Nicht selten kommt es vor, dass in Folge von Fehlwürfen der Müll bereits im Leerungsvorgang zu brennen beginnt. Durch diese gezielte Maßnahme werden die Einsatzkräfte entlastet und die Umwelt geschützt.
Von Schmutz bis Ölspur
Ein weiteres Highlight der Vorführung war der sogenannte Kehrminator, ein leistungsstarkes Fahrzeug für Reinigungs- und Kehrarbeiten. Es kann bei sämtlichen Straßen- und Flächenreinigungen eingesetzt werden, von einfachen Verschmutzungen bis hin zur Ölspurbeseitigung etwa nach einem Unfall. Durch eine Mischung aus bis zu 90 Grad heißem Wasser, einer speziellen Vorreinigung und bis zu 300 bar Wasserdruck leistet die Maschine auch im 24/7-Notdienst einen wichtigen Beitrag zur Sauberkeit und Verkehrssicherheit. Alle Fahrzeuge werden seit zwei Jahren mit dem alternativen HVO-Dieselkraftstoff betrieben, der die CO2-Emission um 90 Prozent reduziert.
„Abfallbeseitigung ist ein Thema, das jeden Bürger und jede Bürgerin in unserem Landkreis unmittelbar betrifft – Tag für Tag. Umso wichtiger ist es, dass in diesem Bereich moderne, sichere und leistungsfähige Technik eingesetzt wird“, erklärte Landrat Armin Kroder.
