Drei Jahre Umbau

Hersbrucker Vermessungsamt ist nun barrierefrei

Enthüllten das „Bayern barrierefrei“-Signet am Eingang zum Vermessungsamt: Leitender Vermessungsdirektor Frank Hümmer, Bürgermeister Robert Ilg und der Leiter der Hersbrucker Dienststelle, Bertolt Thiäner (von links).
Enthüllten das „Bayern barrierefrei“-Signet am Eingang zum Vermessungsamt: Leitender Vermessungsdirektor Frank Hümmer, Bürgermeister Robert Ilg und der Leiter der Hersbrucker Dienststelle, Bertolt Thiäner (von links). | Foto: Klaus Porta2026/06/csm_Vermessungsamt_barrierefrei_9abef192c0.webp

HERSBRUCK – Das Vermessungsamt ist jetzt auch offiziell „barrierefrei“: Leitender Vermessungsdirektor Frank Hümmer, der hiesige Dienststellenleiter Bertolt Thiäner und Bürgermeister Robert Ilg enthüllten vor kurzem das entsprechende Signet am Eingang.

Für rund eine halbe Million Euro ließ der Freistaat das Dienstgebäude am Nikolaus-Selnecker-Platz in den vergangenen drei Jahren renovieren und behindertengerecht umbauen, heißt es dazu in einer Pressemeldung der Stadt Hersbruck. „Unsere Besucher mit Handicap kommen jetzt vom Parkplatz hinter dem Haus in einem geräumigen Außenaufzug hindernisfrei ins Wartezimmer im Erdgeschoss“, sagt Hümmer. Zudem wurden alle Toiletten erneuert sowie die Archivflächen aufgelöst und in weitere barrierefreie Büroarbeitsplätze und einen Besprechungsraum verwandelt. Taktile Elemente an den Treppen und Eingängen gibt es ebenfalls.

Außenstelle mit 19 Mitarbeitern seit 2007

1890 errichtet als Sitz des Amtsgerichts und von Zeitgenossen als „stilloser Backsteinbau“ verunglimpft, ist das spätklassizistische Gebäude seit 1986 Heimat des Hersbrucker Vermessungsamtes. Vor dem Einzug wurde es letztmals rundum renoviert und für die neue Verwendung umgebaut. Die Wurzeln des hiesigen Vermessungsamtes reichen bis 1866 zurück – damals wurde es vom Messungsbezirk Nürnberg abgetrennt und der Bezirksgeometer Meiser nach Hersbruck versetzt. 1909 wurden aus dieser „Keimzelle“ die staatlichen Vermessungsämter. In Hersbruck war die Behörde bis 1927 in der Grabenstraße 2 zu Hause, danach bis 1980 im Schloss.

2007 wurde das Hersbrucker Amt im Zuge der Verwaltungsreform zur Außenstelle des Vermessungsamtes Nürnberg, das für die Städte Nürnberg und Fürth sowie den Landkreis Nürnberger Land zuständig ist. Hauptaufgaben der momentan 19 Mitarbeiter sind die Führung des Liegenschaftskatasters, Grundstücksvermessungen, Grenzpunkte und Gebäudeeinmessungen sowie die Breitbandberatung. Letztere stand dann nach der Führung durchs Haus im Mittelpunkt: Da informierte Frank Hümmer Bürgermeister Robert Ilg und Stadtkämmerer Wolfgang Klebl über die aktuellen „Spielregeln“ des Bundesprogramms Breitbandausbau.

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