Neues Organisationsteam

Hersbrucker Rosenzauber startet Samstag

Werben fleißig für ihren ersten Rosenzauber als neues Team: Doris Kiener, Dorothea Müller Philipps Sohn, Angelika Pflaum und Jürgen Wild (v. links). | Foto: A. Pitsch2019/06/IMG_5359.jpeg

HERSBRUCK – Lange schwebte ein Fragezeichen über dem Hersbrucker Rosenzauber für dieses Jahr. Das bewährte Team hatte sich aufgelöst.

Brigitte Birner und Margarete Panke war die Organisation im Lauf der Jahre zu viel geworden, Claudia Weiß war nach der Geschäftsaufgabe des „Modehauses am Markt“ aus dem Kreis der Rosendamen ausgeschieden. Nur Doris Kiener wollte und konnte nicht loslassen: „Zumindest einen Rosenmarkt sollte es wieder geben.“ Denn durch Besuche in anderen Städten mit einem vergleichbaren Event nahm sie mit: „Wir müssen uns vor anderen nicht verstecken.“

Die Suche nach Mitstreitern begann. Als Angelika Pflaum und Dorothea Müller Philipps Sohn davon lasen, überlegten sie lange. „Da wir eh noch nicht genug zu tun haben, haben wir gesagt, wir machen das auch noch“, erzählt Dorothea Müller Philipps Sohn schmunzelnd. Pflaum holte zu einem ersten Treffen noch das alte Team dazu: Da wurden dann Tipps ausgetauscht und Unterlagen übergeben. „Wir haben ein toll ausgearbeitetes Konzept bekommen, die Vorlagen für Flyer und vieles mehr“, sagt Pflaum dankbar.

In der Freizeit

Da auch Panke, die diesmal Flyer verteilt hat, und vor allem Doris Kiener die Neulinge „in jeder Hinsicht unterstützt“, so Pflaum, gab es einen „fließenden Übergang“, wie Jürgen Wild findet. Er ist die personifizierte Anbindung zum Wirtschaftsforum, das als Ausrichter zum Rosenzauber einlädt – auch wenn nun Ehrenamtliche außerhalb dieser Runde die Organisation fest in der Hand haben.

Besonders Doris Kiener kann sich nicht von den Rosenwochen trennen – ganz im Gegenteil: „Wenn ich gesund bleibe, bin ich in den nächsten Jahren weiter dabei.“ Denn nach der Übergabe ihres Ladens habe sie wieder „rosige Reserven“: „Ich kann mich voll in das Thema reinbegeben, da freu ich mich drauf.“ Kiener strahlt. Auch, weil sie in der Truppe auf unkomplizierte Leute trifft: „Da macht jeder seine Hausaufgaben und hat Übung in der Organisation.“

Dass es intern bestens läuft, bestätigen auch Pflaum und Müller Philipps Sohn. Man könne sich aufeinander verlassen und müsse nicht zig Mal nachfragen, ob dies oder jenes erledigt sei: „Man kann das einfach aus dem Kopf nehmen.“ Und sich auf seine Aufgaben konzentrieren.

Jobs verteilt

Die haben die Damen und Herren der Rosen nämlich unter sich aufgeteilt: Müller Philipps Sohn ist die Ansprechpartnerin für die Veranstaltungen um den Rosenmarkt herum. Um dessen „Bestückung“ sowie die Anzeigen kümmert sich Pflaum. Wild erstellt den Standplan und Kiener und Panke versorgen die Läden mit Flyern.

„Alle waren froh, als sie gehört haben, dass es den Rosenzauber wieder gibt – egal, wo wir gefragt haben. Wir haben offene Türen eingerannt“, berichtet Müller Philipps Sohn. Einige hätten eh etwas planen wollen, die Märchenerzähler haben ihren Termin sogar selbst gemeldet. „Wir mussten eigentlich nur alles zusammenfassen.“ Ganz reibungslos lief dennoch nicht alles. So musste das Team gut überlegen, wann beispielsweise der Auftritt der Tanzschule Steinlein am Samstag beim Rosenmarkt am besten ist. „14 Uhr ist ein guter Zeitpunkt – als Abschluss der Veranstaltung“, findet Kiener. Auch Pflaums Überredungskünste waren gefragt, wenn ein Aussteller wegen Personalmangels kurzfristig abspringen will. „Aber am Ende schätzen die Anbieter das Ambiente und sind froh, mal aus dem Laden rauszukommen.“

Doppelter Markt

Am Samstag werden mehr als ein Dutzend Stände auf dem Markt vertreten sein – darunter Altbekannte und Neulinge wie „Colorful Dreams“ oder „Feine Weine“. Zwei Plätze sind zudem für den neuen Samstagmarkt reserviert. „Das war uns ganz wichtig, diesen mit einzubinden und keine Konkurrenz zu sein, sondern eine Bereicherung“, betonen Pflaum und Müller Philipps Sohn.

Die beiden haben viele Programmpunkte der vergangenen Jahre unter die Lupe genommen, „geprüft und für gut befunden“. Das Ziel: den Rosenzauber wieder breiter aufstellen. „Aber wir wollen das nach und nach ausdehnen. Jetzt mussten wir uns erst einmal einarbeiten und die Leute kennenlernen“, erklärt Wild. Außerdem: „Was normal wächst, hält besser.“ Das sieht auch Kiener so, die gerne ihre Stadtspaziergänge wiederbeleben möchte: „Das soll ja keine Fast-Food-Geschichte werden.“

An Ideen mangelt es dem Team jedenfalls nicht: Ein Programm für Kinder schwebt Pflaum vor, Kiener denkt vor Begeisterung sprühend an Modenschau, Floristik-Kurse und von Künstlern mit blumigen Arrangements dekorierte leere Schaufenster. Überhaupt hofft sie, dass viele Ladenbesitzer noch rosiges Flair bei sich einziehen lassen, um ein perfektes Ambiente für die kommenden Tage zu schaffen.

„Wir hängen übrigens nicht an Altbewährtem, sondern sind offen für neue Anregungen und Mitarbeit“, lädt Müller Philipps Sohn ein, den Rosenzauber in den nächsten Jahren zu einer neuen Blüte zu führen.

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch