Schaumparty und Festumzug

Fanblock-Fest des SV Offenhausen in Kucha

Mit diesem alten Lanz machte manch einer gerne eine Probefahrt. | Foto: R. Wacker2019/06/Probefahrt-mit-Lanz.jpg

KUCHA – Viele Stammgäste kommen schon seit Jahren nur einmal im Jahr ins obere Hammerbachtal nach Kucha – nämlich zur Schaumparty. Die war der Auftakt zum Fanblock-Fest des SV Offenhausen.

DJ Wild legte „heiße Scheiben“ auf und sorgte für den nötigen Drive beim sogenannten Jugendabend. Bei der ersten Schaumdusche stürzten sich zuerst die Heranwachsenden in die Fluten. Ausgelassen zu fetzigen Beats und mit einem aufgeblasenen Hai hatten sie ihren Spaß.

Am nächsten Morgen wurde mit einem stärkenden Weißwurstfrühschoppen langsam wieder Fahrt aufgenommen. Schließlich stand am Nachmittag der historische Umzug an. Viele Schaulustige warteten gespannt, bis er sich in Bewegung setzte.

Angeführt von einem Deutz D 30 Bulldog – der Hauptpreis der Fanblock-Tombola – rollte der Tross los. Die Stadtkapelle Hersbruck gab als Taktgeber die Geschwindigkeit des sehenswerten Umzugs vor. Schlepper, Einachser verschiedener Jahrgänge und landwirtschaftliche Geräte wie Gabelheuwender, Päckchenpresse und Grubber rundeten den historischen Aufmarsch ab.

Gäste an Bord

Dankbar wurden die Mitfahrgelegenheiten angenommen: Ein Hochzeitspaar fuhr auf einer offenen Kutsche mit, andere Gäste im großen Planwagen vom Wallsdorfer Hans Hagerer.

Die Thalheimer Schuhplattler zeigten bei kurzen Stopps beklatschte Platt’l-Shows. Und aus Altdorf zog eine Kosaken-Gruppe vom Wallensteinfestspielverein die Blicke auf sich. Nach dem Umzug entwickelten sich auf den Abstellplätzen der altertümlichen Fahrzeuge noch längere Fachgespräche der Oldtimerfreunde. Mühsam hatten es früher die Bauern mit einem Deutz F1 L 514 Bulldog, der kraftvoll mit einer Kurbel angelassen werden musste.

Leichter taten sich die Bauern mit dem Claas Columbus Mähdrescher von 1966 mit 29 PS. Der Schütteldrescher hatte schon drei Gänge und eine hydraulische stufenlose Geschwindigkeitsregulierung mit einem zur damaligen Zeit großen 1,8 Meter breiten Schneidwerk.

Die regionale Band „Gin Tonic“ spielte derweil zu Kaffee und Kuchen stimmungsvoll auf. Das Publikum wartete auf die große Ziehung der Sachpreise.

Ziehen im Akkord

Losfee Magdalena Hirschmann brachte über 30 Preise unter die Gäste, darunter Haushaltsgeräte und ein Bürostuhl. Der Hauptpreis – ein Deutz D 30-Bulldog – findet im Pegnitztal bei Bernd Baier aus Alfalter eine neue Heimat.

Einen sechsminütigen Eindruck vom Festzug gibt es als kleinen Film unter https://youtu.be/Up5y3x5-TCE

N-Land Roland Wacker
Roland Wacker