Vorsicht geboten

Falsche Handwerker unterwegs: Kriminalpolizei warnt

Die vermeintlichen Handwerker haben es mit ihrer Masche vor allem auf ältere Menschen abgesehen.
Die vermeintlichen Handwerker haben es mit ihrer Masche vor allem auf ältere Menschen abgesehen. | Foto: Animaflora PicsStock/stock.adobe.com2023/07/Diebe-Masche-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – In den vergangenen Wochen haben sich mutmaßliche Diebe in Lauf, Nürnberg, Schwabach und Wendelstein wiederholt als Handwerker ausgegeben und haben auf diese Weise versucht, Zugang zu Wohnhäusern zu erhalten. Die Kriminalpolizei ermittelt und richtet sich mit wichtigen Warnhinweisen an die Bevölkerung.

Die Diebe sprachen mehrere betagte Damen an und gaben vor, die Dachziegel überprüfen zu müssen, da aufgrund des Schneefalls Wasser eindringen würde. Unter diesem Vorwand konnten sich die Personen in den Häusern umschauen und diese nach Wertgegenständen absuchen. In einigen Fällen entwendeten sie Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren tausend Euro.

Was Betroffene tun sollen

Inzwischen ermittelt das für sogenannte Trickdiebstähle zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei in zahlreichen Fällen. Die Kripo richtet sich nun mit Warnhinweisen an die Öffentlichkeit: Verständigen Sie umgehend die Polizei, sobald unangemeldete Handwerker Arbeiten bei Ihnen anbieten, die Sie nicht in Auftrag gegeben haben. Notieren Sie sich in solchen Fällen das Kennzeichen des Autos mit dem die Personen unterwegs waren.

Die Kriminalpolizei verweist jedoch darauf, dass das beschriebene Vorgehen nur ein Beispiel von vielen ist. Trickdiebe und Betrüger seien ideenreich und ließen sich immer wieder neue Varianten einfallen. Wichtig sei deshalb, sich nicht unter Druck setzen zu lassen.

Ausweis zeigen lassen

„Sprechen Sie aufdringliche Besucher laut an und verständigen Sie notfalls die Polizei. Lassen Sie unbekannte Personen nur dann in Ihr Haus oder in Ihre Wohnung, wenn Sie diese auch selbst bestellt haben oder wenn diese von Ihrer Hausverwaltung angekündigt worden sind“, teilt die Polizei mit.

Gleiches gelte für vermeintliches Personal der Stadtwerke, für Ableser von Gas- oder Stromzählerständen sowie für Amtspersonen. „Verlangen Sie von Amtspersonen einen Dienstausweis. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an – aber unter einer Telefonnummer, die Sie selbst herausgesucht haben.“

Info: Weitere Informationen und Hinweise unter polizei-beratung.de.

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