HERSBRUCK – Das Ambulant Unterstützte Wohnen (AUW) der Diakonie NAH ist jetzt in der Turngasse 7. Hier werden erwachsene Menschen mit Suchterkrankungen und/oder psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen unterstützt. „Wir helfen Menschen, selbstständig zu bleiben“, beschreibt Sarah Rahm den Ansatz.
Aktuell begleitet das AUW 26 Menschen. Sie sind zwischen 26 und 71 Jahre alt. Das Team hilft unter anderem bei Behördenschreiben, Renten- und Jobcenter-Angelegenheiten, finanziellen Fragen, Arztbesuchen. Im Mittelpunkt steht jedoch der Umgang mit den Auswirkungen der Suchterkrankung. „Wir arbeiten mit unseren Klientinnen und Klienten immer individuell an deren Zielen, egal ob es sich um den Wunsch nach Abstinenz oder den einer Reduktion des Konsums handelt. Daneben unterstützen wir aber auch bei der Vermittlung in weiterführende Hilfsangebote wie Entgiftungen, Langzeittherapie oder in die Suchtberatung“, so Rahm in der Pressemeldung der Diakonie.
„Mindestens ein Gespräch pro Woche“
Ein Schwerpunkt sei die soziale Teilhabe. Angebote wie Kreativgruppen, Spielenachmittag, Billard oder Boule schaffen Struktur und helfen, Isolation zu vermeiden. Neben der Begleitung in der eigenen Wohnung biete das AUW auch Plätze in einer der fünf Wohngemeinschaften in Hersbruck mit insgesamt 18 Bewohnern an. Menschen mit eigener Wohnung werden vom AUW im gesamten Landkreis begleitet. Die regelmäßigen Kontakte finden durch Gespräche im Büro, Hausbesuche, Telefonate oder Begleitungen zu Terminen statt. „Ein fester Bestandteil ist mindestens ein Gespräch pro Woche“, erklärt Rahm.
Für die Zukunft wünscht sich das AUW-Team Unterstützung für Freizeitangebote: „Wir würden uns über Bastelmaterialien oder Gutscheine hierfür freuen. Auch Eintrittskarten fürs Freibad oder Spenden dafür wären schön.“ Denn gesellschaftliche Teilhabe sei ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. „Es geht nicht nur darum, Probleme zu bewältigen, sondern auch darum, wieder Lebensqualität, Selbstbestimmung und Zufriedenheit zu gewinnen.“
