Jahreshauptversammlung

Bei der Feuerwehr Henfenfeld sind ein Drittel Frauen

Niklas Rösel und Anna Raum wurden in die aktive Wehr übernommen. Lena Kalb zur Oberfeuerwehrfrau befördert. 2. Kommandant Martin Panzner beförderte Kommandant Christian Maderer zum Hauptlöschmeister, daneben Bürgermeister Markus Gleißenberg (v. links). | Foto: Johann Dechant2022/12/HEB-HZ-LOK-JHV-FF-Henfenfeld.jpeg

HENFENFELD – Bei der Jahreshauptversammlung der Henfenfelder Feuerwehr zeigte sich, dass Frauenpower gefragt ist. Nicht nur bei Veranstaltungen, sondern auch beim Einsatz stehen sie ihren Mann.

Im Schulungsraum des Feuerwehrhauses begrüßte der Vorsitzende Markus Gleißenberg die zahlreichen Teilnehmer, vor allem die stark vertretene Jugendgruppe. Besonders begrüßte er den Ehrenvorsitzenden Dieter Prüfer, den Ehrenkommandanten Kurt Seitz und das Ehrenmitglied Hans Hugel. In seinem Bericht stellte er einen „gesunden Bestand bei der Wehr“ fest. 36 sind aktiv, davon immerhin ein Drittel Frauen. Auch die Jugendgruppe gibt keinen Anlass zur Klage. „Wir brauchen sowohl die Jugend, als auch die „alten Hasen““, merkte der Vorsitzende dazu an.

Coronabedingt gab es nur wenig Veranstaltungen, auch der Übungsbetrieb war nur unter besonderen Bedingungen möglich. Ein voller Erfolg war das Bierfest am Lammabrünnerl, hier konnte Kassiererin Doris Maderer eine ordentliche Einnahme verbuchen. Gleißenberg sprach auch das Jugendferienprogramm an, dies fand in der Gemeinde regen Zuspruch. In der Hoffnung, dass ein „normales“ Jahr bevorsteht, sind zahlreiche Aktivitäten geplant, darunter eine Fahrradtour, das Bierfest und das Ferienprogramm.

Kommandant Christian Maderer berichtete von den Einsätzen der Wehr. Aufgrund des heißen Sommers machten Flächenbrände der Wehr zu schaffen. In einem Fall konnte nur knapp das Übergreifen des Feuers in einen Wald verhindert werden. Die Angehörigen der Wehr besuchten etliche Lehrgänge auf Landkreisebene, auch bei der staatlichen Feuerwehrschule. Um das Feuerwehrfahrzeug perfekt zu beherrschen, standen auch Fahrerübungen an. Es gab aber auch Kritik, denn die ausufernde Bürokratie nehme Unmengen Zeit in Anspruch, beklagte Maderer.

Zu viel Bürokratie

Zum Abschluss wurden Niklas Rösler und Anna Raum von der Feuerwehrjugend zum Feuerwehrmann und -frau ernannt. Lena Kalb beförderte er zur Oberfeuerwehrfrau. Maderer selbst wurde zum Hauptlöschmeister befördert.

Für die Jugendgruppe gab Christian Seitz, auch für Zacharias Raum einen kurzen Bericht ab. Zahlreiche Prüfungen hat die Jugendgruppe erfolgreich absolviert. Seitz dankte „für die tolle Zusammenarbeit“.

In seinem Amt als Bürgermeister sprach Gleißenberg seitens der Gemeinde der Wehr ein „herzliches Dankeschön“ aus. Der Angriffskrieg Putins auf die Ukraine zeigt auch hier Folgen. Für Energieausfälle müsse nun auch die Feuerwehr vor Ort vorsorgen. Gleißenberg gab bekannt, dass die Gemeinde dafür gut gerüstet sei. Allerdings sei auch hier die Bürokratie ein Übel, monierte er.

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