ALTDORF - Am Sonntag, 12. Juli, feiert Albert Börschlein sein 50-jähriges Priesterjubiläum um 10 Uhr in der katholischen Kirche in Altdorf mit einem Festgottesdienst, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.
Albert Börschlein war 20 Jahre als leitender Pfarrer in der katholischen Pfarrei Altdorf und später auch im Pfarrverband Altdorf tätig und ist vielen Menschen noch in sehr guter Erinnerung. Geprägt von seinem Vorbild, seinem Heimatpfarrer Lorenz Gärtner, und unterstützt von seinen Eltern trat er mit elf Jahren als Internatsschüler dem Studienseminar für geistliche Berufe in Eichstätt bei.
Der Abschied fiel ihm schwer
Dafür musste er sich von Elternhaus und auch von der heimischen Fußball-Jugendmannschaft verabschieden. „Wer Albert Börschlein kennt, weiß, dass vor allem Letzteres für den damals Elfjährigen nicht gerade einfach war“, sagt Pfarrer Dominik Pillmayer. Nach dem Abitur blieb er in Eichstätt und besuchte das Priesterseminar, wo er sein Theologiestudium erfolgreich absolvierte. Geleitet vom Römerbrief 8,14, den er als Primizspruch wählte, „Die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes“, empfing Albert Börschlein am 26. Juni 1976 die Priesterweihe im Dom zu Eichstätt.
Als Kaplan war er in den darauffolgenden Jahren in Berching, Nürnberg-Langwasser und Roth tätig, anschließende als Kurat in Leinburg/Engelthal sowie als Dekanatsjugendseelsorger im Dekanat Altdorf.
Schließlich wurde Albert Börschlein leitender Pfarrer von Velburg mit Kipfenberg und ab dem Jahr 2000 leitender Pfarrer von Altdorf mit Leinburg und Winkelhaid/Burgthann, bevor er 2020 den wohlverdienten Ruhestand antrat.
Das Priesteramt verstehe sich als Geschenk Gottes an die Menschen: Gott möchte durch Personen, die er uns sendet, bei den Menschen ankommen. „Und Albert Börschlein kam an! Durch sein menschliches und natürliches Auftreten kam er als Seelsorger in wahrsten Sinn des Wortes an. Er sorgte für seine Pfarrgemeinde“, schreibt Pfarrer Pillmyaer in der Einladung. Bis heute genieße er große Beliebtheit – sogar bei manch kirchenkritisch einstgestellten Menschen in Altdorf.
Zelebrant und Trostspender
Ein Priesterjubiläum sei mehr als ein Dienstjubiläum, denn ein Priester sei immer im Dienst. Und so wirkte Albert Börschlein 20 Jahre in Altdorf in seiner Pfarrgemeinde als Zelebrant in Gottesdiensten und außerordentlichen Festgottesdiensten, als Trostspender in Trauer und Leid, als Gesprächspartner und als Mitfeiernder bei fröhlichen Festen und geselligen Anlässen. Unzähligen Täuflingen, Kommunionkindern, Firmlingen, Brautpaaren, Jubilaren, Verstorbenen und Trauernden hat er die Sakramente und den Segen gespendet. Und schließlich ließ er es sich nicht nehmen, mit den Jugendlichen der Pfarrei seiner Leidenschaft Fußball als „Himmelsstürmer“ nachzugehen.
„Für den Einsatz als Notfallseelsorger setzte er sich - auch wenn technisch nicht sehr interessiert - sogar sehr früh mit der Nutzung eines Mobiltelefons auseinander“, merkt Pillmayer an, bis heute ziehe er jedoch noch immer ein persönliches Gespräch mit den Menschen vor.
Info: Nach dem Festgottesdienst am 12. Juli besteht im Rahmen eines Stehempfangs die Möglichkeit zu einem persönlichen Austausch mit dem Jubilar. Die Pfarrgemeinde Altdorf und Albert Börschlein freuen sich darauf.
