Therapeutisches Reiten

21.300 Euro für den Therapiehof Leila in Altdorf

Große Freude bei Klientin Sophia auf dem Pferd Rupert, der Reittherapeutin Tina Kokott (4. von links) und bei Sandra Uhl (3. von rechts), der Leiterin des Therapiehofs Leila, bei der Spendenübergabe durch Vertreter der Rummelsberger Diakonie und der Lotte Schopper Stiftung.
Große Freude bei Klientin Sophia auf dem Pferd Rupert, der Reittherapeutin Tina Kokott (4. von links) und bei Sandra Uhl (3. von rechts), der Leiterin des Therapiehofs Leila, bei der Spendenübergabe durch Vertreter der Rummelsberger Diakonie und der Lotte Schopper Stiftung. | Foto: Lisa Vogel2026/04/e1b8879d86547974e40e7102d6f09486fa5eff58_max1024x.jpg

ALTDORF – Der Therapiehof Leila der Rummelsberger Diakonie in Altdorf ermöglicht Kindern und Erwachsenen mit Behinderungen oder schweren Erkrankungen durch den Kontakt mit Pferden neue Wege der Förderung. Zwei Stiftungen haben den Hof nun mit einer Spende von insgesamt 21.379 Euro unterstützt.

„Sophia trägt normalerweise eine Handschiene – ihre Handfunktion ist eingeschränkt und bleibt es auch. Doch beim Striegeln von Rupert setzt sie die Hand ganz unbewusst ein und nutzt sie mehr als sonst. Pferde schaffen eine besondere Verbindung – und genau das macht den Unterschied“, erzählt Sandra Uhl, Leiterin des Therapiehofs Leila. Seit 2012 bietet der Hof therapeutisches Reiten, genauer gesagt Reittherapie und Hippotherapie, an. Von den elf Pferden auf dem Therapiehof gehören sechs dem Wichernhaus, drei weitere werden von Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Das Wohlbefinden der Pferde hat dabei oberste Priorität – ihre Bedürfnisse und ausreichend Erholung sind fester Bestandteil auf dem Hof.

Ganz besondere Pferde

Therapiepferde müssen Geräusche tolerieren, ruhig stehen und durch gezieltes Muskeltraining die Bewegungen der teilweise bewegungseingeschränkten Reiter ausgleichen. „Pferde sind Fluchttiere, aber hier lernen sie, Vertrauen zu schenken – und das geben sie an die Menschen weiter“, erklärt Uhl. Fünf Fachkräfte, fünf Therapeuten und Ehrenamtliche begleiten die Klienten. Bis zu 60 Kinder und Erwachsene profitieren pro Woche von Einzel- und Gruppentherapien.

Ein prägendes Erlebnis war für Sandra Uhl ein Mädchen mit Hirntumor. Sie kam bis zu ihrem Tod regelmäßig auf den Hof, ihr Therapiepferd hat ihr Freude und Halt gegeben. „Die Eltern waren unendlich dankbar für die Zeit und die glücklichen Momente, die sie hier verbringen konnte“, erinnert sich Uhl.

Die Spende setzt sich zusammen aus 14.557 Euro der Lotte Schopper Stiftung und 6822 Euro weiterer Stiftungen, die im Rummelsberger Stiftungszentrum verwaltet werden. „Der Löwenanteil kommt von der Lotte Schopper Stiftung, die sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen mit Behinderungen zu unterstützen, die aufgrund von neurologischen Erkrankungen an Behinderungen leiden“, sagt Diakon Mathias Kippenberg, Leiter des Rummelsberger Stiftungszentrums. Die Mittel helfen, die laufenden Kosten zu decken, denn trotz hoher Nachfrage bleibe eine Finanzierungslücke von rund 30.000 Euro pro Jahr.

Info: Der Therapiehof Leila gehört zum Wichernhaus in Altdorf und damit zu den Rummelsberger Diensten für Menschen mit Behinderung (RDB). Die RDB ist eine gemeinnützige Gesellschaft mbH und gehört zur Rummelsberger Diakonie. Unter dem Dach der RDB sind stationäre und ambulante Angebote für Menschen mit Behinderung zusammengefasst. Rund 3500 Klienten nehmen die Dienstleistungen von mehr als 2500 Mitarbeitenden in Anspruch. Auch Tierpatenschaften sind möglich. Weitere Informationen online unter https://7werke.de/leila.

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