Spiel der Woche

Weißenbrunn Favorit im Moritzberg-Derby

Denis Opcin, der mit dem TV Leinburg vor einer Herkulesaufgabe steht, hofft, dass sich seine Elf beim Derby in Weißenbrunn besser verkauft als in den beiden letzten Spielen und punktet. | Foto: Keilholz2018/04/DSC09608-1.jpg

LEINBURG – In der Kreisklasse steht das Gemeindederby zwischen dem FSV Weißenbrunn und dem TV Leinburg auf dem Programm. Wie es scheint, für die Leinburger zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Selten in den zurückliegenden Jahren waren die Rollen bei diesem Nachbarschaftsduell so klar verteilt wie beim morgigen Aufeinandertreffen.

Während die Gastgeber mit zwei Siegen einen erfolgreichen Start aus der Winterpause hingelegt haben und sich mit 29 Punkten in einer komfortablen Situation befinden, droht den Leinburgern der totale Absturz. Vorläufiger Höhepunkt der sportlichen Krise war die 1:2-Pleite im Kellerduell in Offenhausen am Ostermontag, die den TVL auf einem Abstiegsrang zurückgeworfen hat.

FSV-Spielleiter Karlheinz Kunz stapelt zwar gewohnt tief und gibt zu bedenken, dass die Saison noch nicht gelaufen ist „und noch sehr viel passieren kann“. Doch die erreichte Punktausbeute, vor allem, wenn beim Derby weitere drei dazukommen sollte, würden Alexander Pfarherr und seine Elf mit einiger Gelassenheit auf den Rest der Saison blicken lassen.

Beim FSV sind alle Mann an Bord, wobei Coach Pfarherr keine Veranlassung haben dürfte, die mit 4:1 siegreiche Elf vor zwei Wochen in Weigendorf zu verändern.

Trainer-Effekt verpufft

Beim TV Leinburg hat Trainer Denis Opcin bisher noch nicht für die Wende sorgen können. Vielmehr hat sich seine Elf durch die gegen Eckenhaid 2 und in Offenhausen liegen gelassenen fünf Punkte gewaltig in Zugzwang gebracht.

Opcin: „Wenn Du in so einer Situation bist, ist es einfach schwierig; die Jungs sind nervös und die Angst vor der Niederlage nimmt mit zunehmender Spieldauer zu“. Opcin weiter: „Wir müssen Geduld aufbringen und weiter an uns glauben, auch wenn es nach den beiden letzten Spielen schwer fällt“.

Der neue Leinburger Trainer ist aber zuversichtlich, „dass die Jungs es noch packen und wir die Kurve bekommen“. Im Derby hofft Opcin, dass es seiner Elf gelingt, ihr Spiel nicht nur 45 Minuten, sondern bis zum Schluss durchzuziehen. „Dann ist mit ein bischen Glück für uns in Weißenbrunn was drin“.

Fußball-Abteilungsleiter Dominik Raab: „Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen“, hat ebenfalls die Hoffnung, dass die Elf gegen Gegner, die oben mitspielen, einen anderen Charakter zeigt als in den beiden letzten Spielen.

Knüppelhartes Programm

Dies wird auch dringend nötig sein, um sich aus der Abstiegszone zu befreien. Nach dem Derby folgt für den TVL nämlich eine „Englische Woche“, die es in sich hat.

Nacheinander kommen der Tabellenzweite FSV Schönberg und die Reserve des SV Schwaig in den Sportpark, bevor am Sonntag in einer Woche Spitzenreiter SG Oberes Pegnitztal auf die Opcin-Elf wartet. Mithin ein knüppelhartes Programm, das dem TVL in den nächsten beiden Wochen ins Haus steht.

In der Vorrunde lieferten sich beide Teams ein turbulentes Spiel mit acht Toren aber keinem Sieger (4:4). Leinburg legte los wie die Feuerwehr und schien angesichts einer 3:0-Führung nach 22 Minuten klar auf der Siegerstraße.

Dann drehte der FSV aber bis zur 66. Minute die Partie, ehe Leinburgs dreifacher Torschütze Benjamin Link knapp zehn Minuten vor dem Abpfiff den Schlusspunkt setzte und seinen Farben zumindest noch einen Punkt rettete

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