Saisonabbruch in Bayern

Vorzeitig Ruhe auf der Ringermatte

Für die Ringer der WKG Röthenbach/Forchheim - wie hier (in Rot) Reza Partovi – ist wie im ganzen Freistaat die Saison vorzeitig beendet. | Foto: Alfred Unfried2021/11/Ringen-Roth-Reza-Partovi-in-Roth-vs-WKG-Bindlach-Bayreuth-scaled.jpg

RÖTHENBACH – Der Bayerische Ringer-Verband hat die Reißleine gezogen und den Saisonabbruch beschlossen. Davon betroffen ist auch der ASC Röthenbach, der gemeinsam mit dem AC Bavaria Forchheim als Wettkampfgemeinschaft in der Gruppenoberliga Nord angetreten ist.


Zum am Wochenende angesetzten Kampf bei Tabellenführer Bergsteig Amberg ist die Mannschaft aus Röthenbach und Forchheim bereits nicht mehr angetreten; der Kampf wurde mit 56:0 für Amberg gewertet. Zum Saisonabschluss hätte dann für die heimische Mannschaft lediglich Anfang Dezember noch ein Kampf gegen die WKG Bindlach/Bayreuth auf dem Plan gestanden.


Generell hatte sich die Situation bei den Ringern am vergangenen Wochenende zugespitzt. Zahlreiche Kämpfe in den bayerischen Ligen konnten erneut nicht ausgetragen werden. „Immer wieder sind bereits Vereine an uns herangetreten. Sie haben signalisiert, nicht weitermachen zu können. Wir wissen, dass in einigen Landkreisen die Inzidenzen durch die Decke schießen“, erläuterte Ligenreferent Jens Heinz aus Regensburg.


Deshalb war der Verbandsausschuss des Bayerischen Ringer-Verbandes am Sonntagabend zu einer Online-Dringlichkeitssitzung zusammengekommen. Einstimmig wurde dabei beschlossen, den Ligenbetrieb mit sofortiger Wirkung zu beenden. Laut Ligenreferent Jens Heinz „ein wichtiges Signal, das wir nun an die Vereine und Zuschauer entsenden“.


Von dem Beschluss betroffen sind auch alle Schülerligen innerhalb des Bayerischen Ringer-Verbandes (BRV). Auch Freundschaftskämpfe werden nicht erlaubt. Über die jeweiligen Auf- und Abstiegsregelung soll am 17. Dezember der Verbandsausschuss entscheiden.


Beschlossen ist bereits, dass die Mannschaftsmeldung für die Saison 2022 auf Ende Februar verlängert wird. „Das ist ein Monat mehr als sonst. Es ist nur fair, dass wir den Vereinen hier noch die nötige Zeit geben“, sagt Vizepräsident Sport Florian Geiger und macht deutlich: „Wir halten weiterhin am Sportprogramm für 2022 fest. Sollte sich an der pandemischen Lage irgendetwas ändern, werden wir es anpassen und die Vereine sowie Bezirke informieren.“

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