FSV Weißenbrunn

Vorentscheidung 
im Aufstiegskampf?

So heiß umkämpft wie das Spitzenspiel der Kreisklasse 4 zwischen Herausforderer FSV Weißenbrunn und Spitzenreiter TSV Rückersdorf, wovon dieser intensive Zweikampf zwischen den beiden FSV-Akteuren Kevin Micholka und Christian Schorr mit Philipp Baumüller einen Eindruck gibt, wird auch die Partie gegen Sittbachtal sein. | Foto: Keilholz2019/05/DSC08624-1.jpg

WEISSENBRUNN –  In der Kreisklasse 4 sind noch vier Spieltage zu absolvieren, aber für den FSV Weißenbrunn könnte bereits an diesem Wochenende eine kleine Vorentscheidung in Sachen Aufstieg fallen. Denn mit einem Sieg gegen die SpVgg Sittenbachtal würden die Moritzberg-Kicker nicht nur einem ihrer direkten Konkurrenten drei Punkte abluchsen, sondern im besten Fall auch bis auf Platz 2, der zur Relegation berechtigt, vorbeiziehen.

Die Mannschaft um Trainer Alexander Pfarherr übt sich derweil in Zurückhaltung: ,,Wir schauen nur von Spiel zu Spiel“, erklärt FSV-Betreuer Karlheinz Kunz. Dabei gibt es bei den Weißenbrunnern für soviel Understatement eigentlich gar keinen Grund, surfen sie doch schon seit Wochen auf der Erfolgswelle. Mit den zuletzt eingefahrenen Kantersiegen gegen Schwaig II (20:0) und Offenhausen (7:0) haben sie im Aufstiegsrennen ein dickes Ausrufezeichen und gleichzeitig die Konkurrenz aus Hersbruck und Sittenbachtal unter Druck gesetzt. Eine steile Entwicklung, die am Anfang der Saison wahrscheinlich so niemand erwartet hätte.

Taktische Umstellung

Etwas holprig war der FSV letzten Sommer in diese Spielzeit gestartet. Die ersten sieben Partien brachten die magere Ausbeute von nur sieben Zählern. Infolgedessen änderte Coach Pfarrherr sein System. Von einer Dreierkette stellte er auf Viererkette um. Mit Erfolg. Denn ab dem 14. Spieltag begann die Weißenbrunner Aufholjagd, die bis jetzt anhält. Zehn Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage weist die Bilanz für diesen Zeitraum aus. In Jahr 2019 haben die Weißenbrunner noch kein Spiel verloren.

Grund für diesen Erfolg ist laut Kunz die „kompakte Mannschaftsleistung“. Und nicht zu vergessen, die mit großem Abstand beste Offensive der Liga. 96 Tore haben die Weißenbrunner Kanoniere bislang erzielt, selbst der beinahe uneinholbare Spitzenreiter TSV Rückersdorf kommt nur auf 68 Buden. Und selbst Sonntagsgegner Sittenbachtal, immerhin die zweittorgefährlichste Mannschaft der Liga, hat 15 mal weniger eingenetzt als die Pfarherr-Truppe. Hauptverantwortlich für diese Torflut sind beim FSV Co-Trainer Kevin Micholka und Yannick Martin, die zusammen auf 36 Tore kommen.

Trotzdem bleibt der Aufstiegskampf spannend: ,,Wir schauen natürlich auch mit einem Auge auf das Spiel Henfenfeld gegen Hersbruck“, ermahnt Kunz. Für Weißenbrunns Konkurrenten, die bereits am kommenden Samstag aufeinander treffen, ist ja auch noch alles drin. Wer aus dieser Begegnung als Sieger hervorgeht, könnte ebenfalls auf Rang 2 vorrücken.

Heiße Endphase

Die Weißenbrunner wollen den Rückenwind der letzten Wochen auf jeden Fall in die heiße Endphase mitnehmen, in der noch wichtige Spiele gegen den FSV Schönberg, SG Am Lichtenstein und den TSV Lauf ausstehen. ,,Wenn du aufsteigen willst, musst du die auch gewinnen“, betont der Betreuer der Rot-Weißen.

Richtungsweisend für Pfarherr und Co. wird allerdings das kommende Gipfeltreffen gegen die Spvgg Sittenbachtal sein. Wer aus diesem ,,Spiel der Spiele“ (O-Ton Kunz) als Sieger hervorgeht, hat die Trümpfe für den Aufstieg in der Hand.

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