Bayernpokal in Hersbruck

Stelldichein der Karate-Elite

Timon Dienlin (mit dem blauen Gürtel) vom KC Hersbruck war 2015 mit dem Mittelfrankenkader beim Bayernpokal dabei. | Foto: privat2019/12/DSC_4684.jpeg

HERSBRUCK – Leckerbissen für Karatefans: Am Samstag, 7. Dezember, richtet das Karatecentrum Hersbruck in der Dreifach-Turnhalle den Bayernpokal aus. Bei diesem Vergleich der sieben bayerischen Bezirke gehen nur Auswahlteams auf die Tatami (Wettkampfmatten) – hochkarätiger Sport ist also garantiert.

Für manchen ist der Bayernpokal genau deshalb so etwas wie die „eigentliche“ Bayerische Meisterschaft – schließlich berufen die einzelnen Bezirke nur die Besten der Besten für das Turnier – sowohl im Kumite (freier Kampf) als auch im Kata, dem „Formenlauf“. Jedes Auswahlteam setzt sich dabei aus Sportlern der Altersklassen Schüler U 14, Jugend U 16, Junioren U 18 und Senioren Ü 18 zusammen.

Zwar variiert die Anzahl der Starter einer Altersklasse, insgesamt aber hat jede Mannschaft zehn Athleten im Kumite und acht im Kata. Die einzelnen Begegnungen finden nacheinander statt. Zuerst kämpft je ein Vertreter der Schüler gegeneinander, dann der Jugend und so weiter, natürlich nach Geschlecht getrennt.

Der nächste Sieg?

Vor dem Start werden die Bezirke zwei Pools zugelost, in denen sie dann nach dem Modus „jeder gegen jeden“ antreten. Die beiden Poolsieger kämpfen schließlich um den begehrten Bayernpokal. Das Team aus Mittelfranken hat gute Erinnerungen an die ersten drei Ausgaben des landesweiten Wettbewerbs: 2016 gewannen sie den „Pott“ im Kumite, 2017 und 2018 belegten sie den zweiten Platz. „Bei unserem Heimspiel wollen wir den Titel natürlich wieder nach Mittelfranken holen“, sagt Maria Weiß, Chefin des Karatecentrums Hersbruck, das dafür eine ganze Reihe seiner starken Nachwuchsathleten entsendet und mit Andreas Weiß auch den Teamchef stellt. Der mittelfränkische Katakader von Anita Marosan (VfL Nürnberg) steckt dagegen noch in der Aufbauphase.

Um 11 Uhr eröffnet Bürgermeister Robert Ilg den Wettkampf, an dem rund 150 Karateka teilnehmen. Inklusive Offiziellen und Zuschauern rechnen Maria und Andreas Weiß mit zirka 350 Personen im Sportzentrum.
Für das Karatecentrum Hersbruck sei es eine große Ehre, den Bayernpokal ausrichten zu dürfen, sagt Andreas Weiß. Und zugleich eine Wertschätzung dafür, dass es die erfolgreichste und größte Karateschule in der Region ist.

Das Ehepaar Weiß bietet im „KaKenko“ ein breites Programm vom Gesundheitssektor über Selbstverteidigung bis hin zum Kampfsport an. Namhafte Größen der Kampfkunstwelt führten hier bereits Lehrgänge durch, die Athleten sind national wie international erfolgreich – wie zum Beispiel Charlotte Rühlmann, die Deutsche Meisterin der Jugend in den beiden vergangenen Jahren.

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