Valentyn Heiß gewinnt souverän bei Gaujugendcup

Sieg des Favoriten

Lieferten sich im Finale des älteren Jahrgangs ein Duell auf allerhöchstem Niveau: Valentyn Heiß und Melanie Meck. Foto: Porta2015/03/5_2_2_2_20150305_SCHUETZ.jpg

HOHENSTADT — Er gilt zu Recht als eines der größten Talente im heimischen Schießsport: Mit einer beeindruckenden Leistung hat sich Valentyn Heiß von der SG Artelshofen zum ersten Mal den Gaujugendcup geholt. Lediglich im hochklassigen Finale des begehrten Einladungswettbewerbs für die besten Nachwuchsschützen des Schützengaus Pegnitzgrund gegen die sehr gut aufgelegte Melanie Meck vom ausrichtenden SV 1610 Hohenstadt geriet sein Triumph kurzzeitig in Gefahr. Bei den Jüngeren trug sich Carina Wittmann vom SSV Dietershofen bei ihrer ersten Teilnahme gleich in die Siegerliste ein.

Jeweils zwölf junge Luftgewehrschützen aus zwei Altersklassen qualifizierten sich über ihre Ergebnisse bei der Gaumeisterschaft für den mit Preisgeldern dotierten Wettbewerb. Dessen Besonderheit ist der im Jugendbereich unübliche Pokalmodus. Und: „Im Hintergrund läuft Musik, so soll eine lockere Atmosphäre entstehen“, verweist Hohenstadts Schützenmeister Klaus Bauer auf eine weitere Besonderheit. Im Wechsel mit Gaujugendleiter Werner Wegner sagte er die Ergebnisse sofort an, die Zuschauer verfolgten die Trefferanzeigen im Gastraum live mit.

Schon in seinem Erstrundenduell der Gruppe 2 (Jahrgang 1997 bis 1999) gegen Lucas Kürzdörfer vom SV Neudorf unterstrich Heiß seine Ambitionen und gewann souverän mit dem Tagesbestergebnis von 103,7 zu 99,4 Ringen. Anschließend zog der frischgebackene vierfache Gaumeister der B-Junioren mit Erfolgen gegen die beiden Hohenstädterinnen Melanie Meck (101,0 zu 97,6) und Jessica Schmidt (102,2 zu 97,0) souverän ins Finale ein.

Dort traf er erneut auf Meck, die als „Lucky Loser“ der zweiten Runde (bester Verlierer der drei Duelle) im Halbfinale nach einer starken Leistung Titelverteidigerin Natascha Libor vom Zimmerstutzenverein Troschenreuth mit 102,0 zu 90,6 Ringen ausgeschaltet hatte. Und wieder platzierte der Berufsschüler acht seiner zehn Schüsse im Zentrum der zehn Meter entfernten Scheiben und hielt die Gewinnerin von 2011, die ihrerseits sieben Zehner erzielte und dafür ebenfalls viel Applaus bekam, knapp in Schach. Am Ende des hochklassigen Duells trennte die beiden B-Junioren gerade einmal ein Ring (101,7 zu 100,7).

Rang drei ging an Natascha Libor, die im „kleinen Finale“ der älteren Gruppe Jessica Schmidt 97,2 zu 92,3 bezwang. Sarah Distler von der SG Artelshofen, Siegerin der Jahre 2012 und 2013, landete auf Rang fünf, Lena Elterlein aus Dietershofen wurde Achte.

In der Gruppe 1 (Jahrgang 2000 und jünger) gewann mit Carina Wittmann vom SSV Dietershofen ebenfalls die über den gesamten Tag beständigste und beste Schützin. Die Gymnasiastin, die erst seit 2013 schießt, schaltete zum Auftakt den Schönberger Fabian Straub mit 92, zu 76,4 aus und zog bei ihrer Gaujugendcup-Premiere mit deutlichen Erfolgen gegen die beiden Waischenfelder Emanuel Schnörer (93,6 zu 84,9 ) und Robin Görl (99,3 zu 93,4) problemlos ins Finale ein.

Dort traf sie auf Jana Dettenhöfer vom Zimmerstutzenverein Troschenreuth, die nach deutlichen Erfolgen gegen Alexander Spahl aus Pottenstein (88,5 zu 80,8) und Robin Görl (94,0 zu 89,3) im Halbfinale sehr viel Glück benötigte, um sich gegen die nicht immer sichere Celina Schicker vom SV Hohenstadt mit 91,4 zu 90,4 durchzusetzen.

Gegen Carina Wittmann war an diesem Tag jedoch kein Kraut gewachsen: Von Beginn an hochkonzentriert, schoss sich die 14-Jährige schnell einen Vorsprung von drei Ringen heraus, erzielte in der zweiten Halbserie zwei weitere Zehner und siegte schließlich klar mit 97,8 zu 94,1. Das „kleine Finale“ gewann Robin Görl mit 88,9 zu 82,4 gegen Celina Schicker. Niklas Schnaible wurde Fünfter, Sebastian Toma Neunter (beide Hohenstadt), Patrick Pergold landete auf Rang zehn.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren