Bayernpokal im Karate

Schlagkräftig auf der Matte

Darren Fürst (roter Gürtel) vom KC Hersbruck punktet gegen seinen Kontrahenten aus Oberbayern mit einer Fußtechnik. | Foto: J. Ruppert2019/12/Darren-Fuerst.jpg

HERSBRUCK – „Eine solche Dominanz habe ich noch nicht erlebt“, brachte Teamchef Andreas Weiß den Erfolg auf einen kurzen Nenner. Mit vier klaren Siegen hat die Karateauswahl Mittelfrankens den Bayernpokal in der Kategorie Kumite (Kämpfen) errungen. Elf der Sportler in Hersbrucks Dreifach-Sporthalle kamen vom gastgebenden Kakenko.

Bürgermeister Robert Ilg durfte rund 300 Athleten und Offizielle aus sechs – nur Niederbayern fehlte – bayerischen Bezirken begrüßen. Das Karate Centrum Hersbruck nannte er ein echtes Aushängeschild für die Stadt, vor allem dank der früheren Weltmeisterin und Trainerin Maria Weiß. Sie und Andreas Weiß wurden mit der Ausrichterurkunde geehrt.

Die Mittelfrankenriege startete gegen Unterfranken. Anastacia Semenenko aus Fürth brachte die heimische Mannschaft in Front. Henrik Engelhardt, Axel Belega, Charlotte Rühlmann, Darren Fürst und Bianca Trenz vom KC Hersbruck bauten den Vorsprung mit zwei weiteren Fürthern auf 8:0 aus. Der Konkurrenz glückte noch die Ergebniskosmetik zum 8:2.

Als nächstes stand Titelverteidiger Oberbayern mit auf der Matte. Am Ende hieß es 8:1 für Mittelfranken. Charlotte Rühlmann stieß auf überraschend hohen Widerstand. Die Hersbruckerin schaffte zwei Wertungen mit der gepolsterten Faust. Kurz vor Schluss der zwei Minuten Kampfzeit setzte ihre Kontrahentin alles auf eine Karte, denn eine Fußtechnik hätte zwei Zähler zum Ausgleich oder drei Punkte zum Sieg gebracht. Charlotte Rühlmann blockte aber geschickt alle Angriffe ab.

Bezirke im Duell

Im Duell mit Schwaben schickte Andreas Weiß zunächst seine Schützlinge Emily Lau, Richard Schramm, Axel Belega und Charlotte Rühlmann auf die Matte. Die Ausbeute war ein 3:1. Weitere vier Erfolge, darunter von Bianca Trenz und Darren Fürst, hielten die Gastgeber auf Kurs und sie gewannen souverän und erneut 8:2.

Oberfranken war eine harte Nuss. Nach sieben Kämpfen hieß es 4:3 für Mittelfranken, die bis dahin auch die Hersbrucker Marius Braun, Axel Belega, Andreas Neubauer, Bianca Trenz und Charlotte Rühlmann einsetzten. Im Endspurt machten die Hausherren dank Darren Fürst, Celine Vollath aus Fürth und Hossein Mazraeh alles klar. Der größte Pokal ging an das Team von Andreas Weiß vor Oberbayern und Oberfranken.

Auch im „Kata“, einer Art Schattenboxen gegen imaginäre Gegner, wurde der Bayernpokal ausgetragen. Die Ausführung und Reihenfolge der Karatetechniken sind dabei vorgeschrieben. Die Kampfrichter bewerteten zum Beispiel Stellung, Rhythmus und Schnelligkeit. Den Sieg holte Oberbayern vor Unterfranken und Oberfranken.

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