Fußball

Pokal als Einstieg in die Corona-Saison

Am Ende dieses gewundenen Weges winkt die Landesliga: Um so den Aufstieg zu schaffen – eventuell sogar als Bezirksligaabsteiger – sind allerdings 13 Partien nötig. | Foto: bfv2020/07/redwebWeiterfuehrungsaison19-20-Seite-08.jpg

HERSBRUCK (nbo/kp) – Anders als ursprünglich angedeutet, werden die mittelfränkischen Bezirksligisten im September zunächst Pokalspiele bestreiten, ehe am 20. September der Ligabetrieb wieder richtig anläuft.

Jetzt steht auch der Fahrplan für die mittelfränkischen Bezirksligisten: Am Dienstagabend stellte Bezirksspielleiter Thomas Jäger in einem Webinar den unter anderem mit Fabian Lämmermann vom 1. FC Hersbruck und Tobias Schubert von der SpVgg Hüttenbach ausgearbeiteten Plan für die restliche Saison „19/21“ vor. Er machte klar, dass die Bezirksliga absolute Priorität genieße. Hier stehen noch elf komplette Spieltage auf dem Programm, dazu kommen 16 Nachholspiele.

Sollte Corona wie gewünscht ab September wieder Pflichtspiele im Fußball erlauben und es zwischendurch keine neuen Einschränkungen geben, wird der zusätzliche zeitliche Freiraum mit einem Ligapokal gefüllt, der zwingend vor der Liga beendet sein muss: Pro Bezirksliga wird es in der Vorrunde jeweils vier nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilte Vierergruppen geben. Der 1. FC Hersbruck bekommt es hier in der Gruppe 4 Nord mit seinen Lokalrivalen SK Lauf, FC Ottensoos und SpVgg Hüttenbach zu tun. Los geht’s am Sonntag, 6. September, um 15 Uhr bei der SpVgg Hüttenbach, eine Woche später (13. September, 15 Uhr) empfängt der „Club“ dann den FC Ottensoos.

Ein Sprungbrett

Die jeweiligen Gruppenersten und -zweiten kommen in die Aufstiegsrunde, die als im „Hammes-Modell“ (man spielt vier Spiele gegen den jeweiligen Tabellennachbarn) ausgetragene Zwischenrunde mit Halbfinalspielen (Hin- und Rückspiel) weitergeht. Der spätere Finalsieger steigt in die Landesliga auf. Sollte der Ligapokalgewinner schon als Tabellenerster über die Liga aufgestiegen sein, darf der unterlegene Finalgegner in die Landesliga. Wird der Ligapokalsieger Zweiter seiner Liga, darf der Tabellendritte in die Aufstiegsrelegation.

Für den Fall, dass der Ligapokalsieger in der Liga auf einem Abstiegsplatz steht, würde er die Klasse halten. Steht der Cupgewinner am Saisonende auf Relegationsplatz 13, hält er die Klasse und der 14. kann sich via Relegation doch noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

Die Gruppendritten und -vierten der Vorrunde qualifizieren sich für eine „Trostrunde“, bei der es um die Qualifikation für das Totopokal-Viertelfinale geht. Wie viele Teilnehmer sich konkret für das Viertelfinale qualifizieren, konnte Jäger nicht sagen, weil diese Frage im Zuständigkeitsbereich der Kreisspielleiter läge. In der Trostrunde wird auch nach dem „Hammes-Modell“ gespielt, hier sind drei Spieltage geplant.

Die noch im Totopokal verbliebenen Bezirksligisten steigen erst in diesem Wettbewerb in den Spielbetrieb ein, am 6. und 13. September sind zudem auch Ligapokalspiele terminiert. Mit dem regulären Ligaspielbetrieb geht es am 20. September weiter, wobei am 16. September schon erste Nachholspiele angesetzt sind. Am 25. Oktober findet der letzte Ligaspieltag des Kalenderjahres statt, das danach mit Ligapokal- und Nachholspielen zu Ende gebracht werden soll. Ziel ist es, die Punkterunde am 15. Mai zu beenden, ehe die Relegation beginnt. Sollte Corona aber nochmals richtig zuschlagen, könnte die Saison theoretisch auch bis 30. Juni ausgedehnt werden.

Letzte Detailfragen

Am Samstag wird Jäger am Verbandsspielausschuss teilnehmen, der noch weitere Detailfragen klärt, wie beispielsweise, ob bei K.o.-Spielen im Ligapokal eine Verlängerung folgt oder ob es sofort mit einem Elfmeterschießen weitergeht. Zudem muss der zusätzliche Aufstiegsplatz für die Bezirksliga formal noch beschlossen werden, was nach Jägers Einschätzung kein Problem darstellen wird.

Im Winter setzen sich zudem die Bezirksligisten zusammen und beschließen eventuelle Änderungen am Ligapokal-Modus, die stark davon abhängen, wie das jetzt geplante Programm aufgrund Corona und auch der Witterungsverhältnisse durchgezogen werden kann. Eines machte Thomas Jäger aber wiederholt klar: „Die Bezirksliga hat absolute Priorität!“

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