Kyuprüfungen bei der Karate Schule Mayer

In 24 Schritten zum farbigen Band

Max Frank war bei den Jungs Prüfungsbester und zeigt hier den Seittritt Yoko-Geri realistisch am Schlagpolster. | Foto: privat2019/12/Max-yoko1-scaled.jpg

POMMELSBRUNN/RÖTHENBACH – Viele Augen schauten auf die 21 Karatekas bei den Kyuprüfungen: Verwandte, Freunde, Bekannte und die Prüfer hatten die Sportler während der drei Stunden genau im Blick.

Das aber diesmal nicht in den Räumen der Karate Schule Mayer in Pommelsbrunn. Diese waren für diesen Anlass zu klein, weshalb Prüfer Jürgen Mayer, 7. Dan, und die Assistenztrainer Bella Volkert, 2. Dan, aus Lauf, Christian Wink, 2. Dan, aus Menschhof, Vizeweltmeister Christian Wild, 2. Dan (Schnaittach), Norbert Heinrich (Röthenbach) sowie Mitschüler Dennis Benzin aus Schwaig die Leistungen der Kämpfer im Alter von fünf bis 60 Jahren im Dojo in Röthenbach beurteilten.

Der ältere Nachwuchs musste Aufgaben aus Übungen des gesamten Trainingsprogramms bewältigen, wie Kraftübungen mit dem eigenen Körpergewicht, Spagat, Ausdauer und Motorik an der Koordinationsleiter. Außerdem forderten die Prüfer, dass die Jugendlichen Karatetechniken an der Pratze und dem Schlagpolster umsetzen können. Bei der Selbstverteidigung wurden Befreiungen gegen Handgelenks- und Körperumklammerungen, Griff in die Haare und Befreiungen in der Bodenlage gezeigt.

Mit Fuß und Faust

Bevor Jürgen Mayer die Ergebnisse mitteilte, gab er individuelle, sofort umsetzbare Tipps und Korrekturhilfen. Bei Vier- bis Zehnjährigen drehten sich die Themen um die Grundform von Karate-Techniken wie Zuki (Fauststoß), Age-Uke (Abwehr oben) und Keri-Waza (verschiedene Fußtritte).

Praxis allein reichte aber nicht: Die Prüflinge mussten sich mündlich in der Theorie beweisen. Die Fragen bezogen sich auf die japanische Terminologie der gezeigten Karatetechniken.

Die beste Prüfung bei den Jungs zum 5. kyu-Violettgurt zeigte der zehnjährige Max Frank aus Hartmannshof zusammen mit seinem „Kohai“-Vereinskameraden Jonas Idhmad aus Pommelsbrunn. Mit vielversprechenden Leistungen wartete auch die Debütantin Michelle Kühling aus Pommelsbrunn auf.

Ein Jahr Wartezeit

Bei den Erwachsenen erreichte Michael Zehetner den höchsten zu vergebenen Gürtel, er ist jetzt Dan-Anwärter. Der Hersbrucker Unternehmer präsentierte ein kompliziertes Kihon (Kombinationstechniken), die drei Kata (Formen) Bassasi-Dai (Sturm auf eine Festung), Nijushiho (24 Schritte) und die Stock-Kata Hanbo-Sandan.
Er verteidigte sich hervorragend gegen verschiedene Faust- und Fußangriffe (Jiyu-Ippon-Kumite). Nach einem Jahr Wartezeit kann er sich der Prüfung zum schwarzen Gürtel 1. Dan stellen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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