Fußball an Pfingsten

Ezelsdorfer gehen in Woffenbach unter

Eine typische Szene für die Partie am vergangenen Freitagabend: Kaum kam ein Ezelsdorfer an den Ball, waren auch schon drei Woffenbacher um ihn herum. | Foto: André De Geare2018/05/Kreisliga-Nord-BSC6_1.jpg

NÜRNBERGER LAND – Im Tabellenkeller der Kreisliga Nord spitzt sich die Lage weiter zu. Nach der heftigen Klatsche in Woffenbach muss nun auch der FC Ezelsdorf mächtig aufpassen, nicht noch mit in den Abstiegsstrudel gerissen zu werden. Aktuell schwebt die Lewey-Truppe nur noch zwei Zähler über der Gefahrenzone. Zwei Etagen tiefer ist nach der Pleite gegen Rednitzhembach auch beim SV Moosbach mächtig Feuer unterm Dach – die Relegation droht.

Kreisliga Nord Neumarkt/Jura: BSC Woffenbach – FC Ezelsdorf 7:0 (4:0) – Die Ezelsdorfer mussten im Nachholspiel in Woffenbach ohne fünf Stammspieler antreten, dazu kam, dass im Verlauf des Spieles mit Bastian Eckersberger und Christian Schönweiß zwei weitere wichtige Spieler ausgewechselt werden mussten. Dennoch hatten die Ezelsdorfer die erste echte Möglichkeit in diesem Spiel in der 5. Minute, die jedoch Bastian Eckersberger nicht nutzen konnte. Der erste schön herausgespielte Angriff der Platzherren bringt das 1:0 in der 13. Minute durch Akin Ulker. Eine gute Chance für den BSC dann noch in 16. Minute und eine kitzlige Strafraumszene im Ezelsdorfer Strafraum in der 20. Minute, der Schiri ahndet dies jedoch nicht. Woffenbach dominiert mittlerweilen das Match und in der 27. Minute tritt Rene Zeltner einen Freistoß, am langen Pfosten steht Marvin Kubis goldrichtig und schiebt zum 2:0 ein. In der 38. Minute setzt Daniel Fink zum Solo an und trifft zum 3:0. In der Schlussminute der ersten Hälfte dann sogar das 4:0 durch den vorherigen Torschützen, nach einem langen Ball tunnelt Daniel Fink dann auch noch den Ezelsdorfer Keeper.

Das grausame Spiel für die Ezelsdorfer geht in Hälfte zwei so weiter. Nach einem Lupfer von Akin Ulker in den 16er erzielt Thomas Bäumel nach seiner Einwechslung mit dem ersten Ballkontakt per Außenrist das 5:0 (57.). Die Woffenbacher setzten sich in der Ezelsdorfer Hälfte weiterhin fest und erzielen weitere Tormöglichkeiten, der FCE hingegen findet praktisch überhaupt nicht statt. Zwangsläufig machen dann die Platzherren in der 77. Minute das halbe Dutzend voll, Andreas Weißmüller schiebt nach einem gelungenen schönen Angriff zum 6:0 ein. Nach einem schönen Pass von Andreas Weißmüller umkurvt Leon Gümpelein in der 85. Minute noch den Keeper und schiebt zum 7:0 ein. Gegen Ende der Partie sah dann ein Ezelsdorfer auch noch Gelb-Rot.

Für die Moosbacher (gelbe Trikots) wird es nach der Pleite gegen Rednitzhembach eng mit dem Klassenerhalt. | Foto: kk2018/05/svmoosbachsvrednitzhembachII.jpg

A-Klasse Nord West Neumarkt/Jura: SV Moosbach – SV Rednitzhembach II 1:2 (0:0) – Nicht wiederzuerkennen war der SVM im Heimspiel gegen die Kreisliga-Vertretung des SV Rednitzhembach, hatte jedoch über 90 Minuten nicht das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Während die erste Halbzeit noch relativ ausgeglichen und torlos verlief, wurde es im zweiten Abschnitt spannender. Kurz nach dem Wiederanpfiff gingen die Gäste durch Daniel Laube, der eine Hereingabe mutterseelenallein verwerten konnte, mit 0:1 in Führung (46.). Nur eine Minute später erhöhte Rednitzhembach auf 0:2: Der SVM hatte Anstoß, verlor aber postwendend den Ball, sodass die Gäste das Spiel schnell machten und Andreas Janetzky mühelos abschließen konnte (47.). Moosbach war nach dem Doppelschlag geschockt, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und spielte couragiert nach vorne. Doch das gegnerische Gehäuse war an diesem Tag wie vernagelt. Kevin Brunners verwandelter Foulelfmeter in der 68. Minute brachte zwar die Heimelf noch einmal heran, der Ausgleich aber wollte nicht mehr gelingen. An der Seitenlinie der Moosbacher gab Georg Beck, der auch in der kommenden Saison als Trainer gehandelt wird, sein Comeback. Für die restlichen Partien als auch für die anstehende Abstiegsrelegation, davon geht man in Moosbach fest aus, stehen zudem drei Neuzugänge in der Pipeline, um die Klasse doch noch zu halten.

Nix zu holen für FSV-Coach Alex Pfarherr (rechts) und seine Weißenbrunner. | Foto: Gumann2018/05/tsvlauffsvweissenbrunngumann.jpg

Kreisklasse 4 Erlangen/Pegnitzgrund: TSV Lauf – FSV Weißenbrunn 3:0 (0:0) – Nicht viel zu melden hatte die Pfarherr-Truppe im Mittelfeldduell beim gastgebenden TSV Lauf, der über die gesamte Spielzeit die engagiertere und bissigere Elf war. Allerdings fielen die Tore erst in Halbzeit zwei, während die ersten 45 Minuten noch ohne Höhepunkte verlief. In der 61. Minute erzielte Mario Bickel nach feiner Einzelleistung mit einem Schuss ins kurze Eck die Führung für seine Farben. Neun Minuten später erhöhte die Heimelf auf 2:0: Eine Flanke brachte der FSV nicht aus der Gefahrenzone, die Kugel landete bei Andreas Burkhardt, der aus kurzer Distanz FSV-Keeper Reif keine Chance ließ. Erneut Mario Bickel sorgte in der 89. Minute mit einem Aufsetzer von der Strafraumkante nach einem Konter für die endgültige Entscheidung zum 3:0. Die Elf um Alexander Pfarherr hatte über 90 Minuten keinerlei Zugriff zum Spiel und ging daher verdient als Verlierer vom Platz. Bereits am kommenden Donnerstag hat der FSV die Chance auf Wiedergutmachung im Heimspiel gegen den SV Henfenfeld.

A-Klasse 5 Erlangen/Pegnitzgrund: SpVgg Diepersdorfer II – FC Ottensoos II 2:0 (1:0) – Die Diepersdorfer Reserve hatte sich im Nachholspiel unter der Woche bei der SG SV Alfeld/SV Förrenbach die Tabellenführung zurückgeholt, wobei sich die Gäste im Niemandsland der Tabelle befinden. Das Spiel begann zaghaft, trotzdem führte die erste gefährliche Szene sofort zum Führungstreffer für den Tabellenführer. Ein Freistoß von Leithner von der Mittellinie fand über Umwege den Weg zum freistehenden Treml, der dem Torhüter keine Chance ließ. Es entwickelte sich ein munteres Spiel, das durchaus gut anzusehen war, mit einem leichten Chancenplaus auf seiten der Scherauer. Fahsl (25.) und Teuber (34.) vergaben ihre Chancen zur höheren Führung. Mit der knappen 1:0-Führung ging es in die Pause.

Die zweite Halbzeit bleib ähnlich attraktiv, die Chancen lagen aber hauptsächlich bei den Gastgebern, die gingen aber weiterhin zu fahrlässig mit Ihren Gelegenheiten um. Erst in der 62. Minute konnte Spielertrainer Frank Fahsl für Erleichterung sorgen. Er ließ an der Strafraumgrenze zwei Verteidiger aussteigen und traf anschließend mit links zum 2:0.

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