Frauenfußball

Ezelsdorf rupft das Kleeblatt

SpVgg Greuther Fürth FC Ezelsdorf
Das Leder unterwegs ins Tor, die Fürther Torhüterin geschlagen, zwei Abwehrspielerinnen düpiert und Emma Ring (Bildmitte) dreht nach ihrem 0:1-Treffer zum Torjubel nach hinten ab. | Foto: Vogt2019/10/spvgg-greuther-fuerth-II-_-fc-ezelsdorf.jpg

SpVgg Greuther Fürth – FC Ezelsdorf 1:3 (0:0)

Ein Ziel von Felix Bernhard für die Hinrunde lautete vor der Saison: ein Auswärtssieg im Derby bei der SpVgg Greuther Fürth. Diesen Wunsch haben ihm seine Mädels nun an diesem Samstag erfüllt. Die Ezelsdorferinnen landeten auf Gegners Platz ihren zweiten Dreier in dieser noch jungen Bayernliga-Saison und konnten die Abstiegszone wieder verlassen.

Von Anfang an wollte der FCE dem Spiel seinen eigenen Stempel aufdrücken. Das einzige Manko war, dass es im letzten Drittel an der nötigen Durchschlagskraft fehlte. Die allerbeste Chance hatte Julia Hirschmann, sie kam nach einer Ecke zum Kopfball, brachte aber nicht genügend Druck hinter das Spielgerät. Ab der 20. Minute kamen die Platzherrinnen, auch aufgrund individueller Fehler der Gäste, besser ins Spiel, schalteten schnell um und generierten gute Möglichkeiten. Einmal stand Katharina Kupfer halblinks frei vor der Ezelsdorfer Torhüterin Amelie Bauer, visierte das kurze Eck an, doch die Keeperin konnte hervorragend klären. Dann kam Lola Eyrisch aus zentraler Position zum Abschluss, Amelie Bauer musste prellen lassen, doch zusammen mit ihren Vorderleuten konnte die Situation geklärt werden.

In der zweiten Hälfte das gleiche Bild, die Ezelsdorferinnen versuchten die Gastgeberinnen durch frühes Pressing unter Druck zu setzen und zwangen sie zu vielen langen Bällen. In der 49. Minute ging der FCE in Führung. Nach einem Freistoß von Melanie Schneider brachte Julia Hirschmann das Leder per Kopf aufs Tor, den Abpraller verwertete Emma Ring zur 1:0-Führung. Kurz darauf der Ausgleich: Nach einem Einwurf ergab sich aus einer harmlosen Szene heraus ein Lattentreffer für die SpVgg, und Michelle Schirmer nutzte den Abpraller zum 1:1 (67.).

Die Fürtherinnen hatten danach ein spielerisches Übergewicht und waren einem erneuten Treffer näher. Doch nach einer Ecke in der 74. Minute legte Maike Wintrich per Kopf ab, und Katharina Hampicke brauchte im Fünfer das Leder nur noch zum 1:2 über die Linie drücken.

In der Folge verteidigten die Gäste diszipliniert den knappen Vorsprung und landeten in der 83. Minute den entscheidenden Knock-Out. Laura Loos eroberte den Ball und legte auf die wenige Minuten vorher ins Spiel gekommene Laureen Enderlein ab, die umspielte noch die Fürther Torhüterin und schob zum 1:3-Endstand ein.

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