Ehrung für langen Schiedrichter-Dienst

Ein Hoch auf Horst Schmidt

„Danke, Horst“: Ehrenobmann Roland Engl mit Fabian Zimmermann, Stefan Stadelmann, Ehrenobmann Horst Schmidt und Gerhard Pech (v. links). | Foto: K. Rösel2016/12/Schiri.jpeg

Engelthal (kr) – Er ist einer der wohl bekanntesten Fußballschiedsrichter im Pegnitzgrund: Horst Schmidt. Die Ehrung des langjährigen Obmanns war denn auch einer der Höhepunkt bei der Weihnachtsfeier der Schiedsrichtergruppe Pegnitzgrund.

Im Schwab-Saal in Engelthal begrüßte Vergnügungswart Klaus Ebner neben den beiden Ehrenobmännern Roland Engl und Horst Schmidt auch die Ehrenmitglieder Richard Delling, Werner Haller, Georg Horlamus, Georg Nepf, Robert Mohler und Michael Weber, Ehrenlehrwart Kurt Linhardt und Vertreter der benachbarten Gruppen Forchheim und Erlangen. Gern gesehene Gäste waren zudem Ehrenamtsbeauftragter Alexander Männlein und der frühere Bezirksvorsitzende Uwe Kunstmann.

Schiedsrichter-Obmann Stefan Stadelmann bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen und deren Partnern für ihren Einsatz. Als Aushängeschilder des Pegnitzgrundes nannte er Torsten Wenzlik, der bis zur Bayernliga Spiele leitet, sowie die Landesliga-Referees Kai und Jan Hoffmann sowie Fabian Zimmermann. Stolz sei die Gruppe auch auf die Bezirksligaschiedsrichter Simon Gottschalk und Tim Brauner. Für die Betreuer findet im Frühjahr wieder eine gesonderte Veranstaltung statt.
Stadelmann lobte auch die passiven Schiedsrichter, die immer noch die Sitzungen besuchten und so die Gruppe unterstützten. Positiv verlief der Neulingslehrgang am Jahresanfang mit 19 neuen Unparteiischen. Bei den Mitgliedern seines Ausschusses bedankte sich Stadelmann mit einem Präsent.

Sorgen bereitet Bezirksausschussmitglied Gerhard Pech, dass auf Schiedsrichter im Fernsehen „wegen kleinster Fehler gnadenlos eingedroschen“ wird. Er forderte die Sportgerichte auf, bei Gewalt gegen Referees endlich zu drastischen Strafen zu greifen. Positiv beurteilt er die Entwicklung in der Schiedsrichtergruppe Pegnitzgrund, in der die „Alten“ noch ihrer Verpflichtung nachkommen, die „Jungen“ zu betreuen, damit sie möglichst lange erhalten blieben.

Als Höhepunkt des Abends wurden verdiente Schiedsrichter für ihre langjährige Tätigkeit ausgezeichnet. Stadelmann stellte heraus, dass er dies nicht einfach im Rahmen einer monatlichen Sitzung durchführen, sondern notfalls lieber länger warten wolle, um den entsprechenden feierlichen Rahmen zu haben. So wurden mit einjähriger Verspätung Michael Friedrich und Roland Grünbauer für 15-jährige Zugehörigkeit zur Gruppe geehrt. Grünbauer ist dabei auch immer sehr engagiert, um junge Schiedsrichter weiterzubringen. 20 Jahre gehörte 2015 Arnulf Gößl den Pegnitzgründern an.

In diesem Jahr haben Erwin Hirschmann, der vielen mehr als Trainer bekannt ist, und Önder Sariaydin ihre 15 Jahre voll gemacht. Letzterer hat sich in den zurückliegenden Jahren zu einem der zuverlässigsten Schiedsrichter entwickelt und ist auch immer bereit, junge Referees als Assistenten einzusetzen.
Auf ein Vierteljahrhundert bringen es Lothar Sachs und Armin Schmidt, sieben Unparteiische sind schon seit 30 Jahren dabei: Neben Bernd Bielesch, der der Gruppe treu blieb, obwohl sein Verein SV Etzelwang in den Kreis Amberg wechselte, und Frank Czerney, ein Beispiel für aktive Fußballer, die zusätzlich Schiedsrichter sind, waren dies Andre Dserschinski, Kurt Niessalla, als Vorsitzender des SV Vorra inzwischen nur noch selten im Einsatz, Mustafa Sapkaya vom SV Hohenstadt, Ehrenlehrwart Kurt Linhardt, der weit mehr als 100 Spiele im Jahr leitet, sowie Siegfried Köller. 40 Jahre gehört Andreas Reichel zur Gruppe. Er pfiff, ehe er aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste, bis zur Bezirksliga und war als Beobachter weit über den Bezirk hinaus im Einsatz.

Als Höhepunkt im Reigen der Ehrungen bezeichnete Stadelmann die von Ehrenobmann Horst Schmidt. Es sei kaum zu beschreiben, was dieser alles für die Schiedsrichtergruppe leistete. Ehrenobmann Roland Engl hielt die Laudatio auf seinen Kollegen, der mit 33 Jahren die Schiedsrichterprüfung ablegte und mehr als 35 Jahre im Schiedsrichterausschuss tätig war. Der Hersbrucker war Gruppen- und Kreisschiedsrichterobmann, Lehrwart und hatte oft mehrere Ämter gleichzeitig inne.
Zur Unterhaltung trugen die Wasserwacht Hersbruck mit einem Schwarzlichttheater bei, der Liederkranz Engelthal mit einigen Liedern sowie Dieter Brückner und seine Tochter Antonia mit etwas Kritik in Gedichtform.

N-Land Kerstin Rösel
Kerstin Rösel