Rückschau Bezirksliga 1

Diepersdorfer Aufholjagd blieb unvollendet

Daniel Wolf, der bei der SpVgg Diepersdorf am ersten Spieltag der Rückrunde das Trainerzepter übernahm, im Vorwärtsgang gegen den 1.FC Hersbruck, der jedoch diese Partie Ende April in der Scherau mit 4:2 gewann und damit einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machte. | Foto: M. Keilholz2017/06/DSC08723-1.jpg

DIEPERSDORF – Für die SpVgg Diepersdorf ist das Kapitel Bezirksliga nach zwei Jahren vorerst wieder beendet. Hatten die Scherau-Fußballer in der vorangegangenen Saison rechtzeitig noch in die Spur gefunden und die Klasse gehalten, blieb der abermalige Kraftakt diesmal ohne Erfolg. Deshalb muss die SpVgg zusammen mit dem Trio FC Ottensoos, SV Tennenlohe und TSV Burgfarrnbach den Gang nach unten antreten.

Der Saisonstart war eine Parallele zu dem zwölf Monate vorher, denn die SpVgg blieb erneut in den Startlöchern stecken. Der Saisonauftakt gegen den FC Herzogenaurach ging mit 0:2 daneben; nach sechs Spieltagen standen gerade einmal zwei magere Punkte auf dem Konto.

Nur kurzes Strohfeuer

Ein 2:0-Sieg am 7. Spieltag beim FC Kalchreuth schien die Wende zu bedeuten, denn nun folgte eine kleine Serie von vier Spielen ohne Niederlage. Anfang September, nach einem 3:1-Sieg gegen die SpVgg Hüttenbach, schien die Wedel-Elf in der Spur und in der Saison angekommen zu sein. Der kurzzeitige Höhenflug erwies sich leider nur als Strohfeuer. Ein 0:4 beim späteren Meister SpVgg Erlangen bedeutete den Beginn einer Niederlagenserie, die Trainer Christian Wedel letztlich den Job kostete. Nach der sechsten Pleite in Folge, einem 0:3 daheim gegen die SG 1883 Nürnberg-Fürth, die zu diesem Zeitpunkt an der Spitze der Bezirksliga stand, bedeutete das das Aus für den Diepersdorfer Aufstiegstrainer.

Kurzfristig sprang Frank Fahsl ein, unter dessen Regie die SpVgg, die zu diesem Zeitpunkt längst am Tabellenende angekommen war, in Burgfarrnbach einen überraschenden 1:0-Sieg landete. Eine Woche später stand dann mit Daniel Wolf bereits der neue Mann auf der Kommandobrücke.

Trainerwechsel verpuffte zunächst

Sportlich trug der Trainerwechsel allerdings zunächst keine Früchte: Bis zur Winterpause setzte es nämlich mit einem 0:3 in Herzogenaurach und einer 2:8-Klatsche im Derby beim SK Lauf weitere kräftige Niederlagen.

Auch im Frühjahr ließen die Erfolge für die personell runderneuerte SpVgg – in der Winterpause waren zehn neue Spieler verpflichtet worden – zunächst auf sich warten. Zeitweise betrug der Rückstand zum rettenden Ufer 14 Punkte und nicht wenige hatten die SpVgg bereits abgeschrieben.

Die SpVgg und der letzte Strohhalm

Eine Woche nach der 0:5-Schlappe in Hüttenbach ergriff die Elf von Spielertrainer Daniel Wolf dann aber den letzten Strohhalm und riss den SV Schwaig durch ein spätes Elfmetertor mit in den Abstiegsstrudel. Plötzlich schien die SpVgg in der Spur und schien ihr Schicksal noch zwingen zu können. Mit 13 Punkten in den folgenden Spielen, darunter einem 1:0 gegen den späteren Meister SpVgg Erlangen, bekam die SpVgg das rettende Ufer in Sichtweite. Innerhalb von vier Tagen folgten dann jedoch die beiden fatalen Heimniederlagen gegen den FC Ottensoos (0:1) und 1. FC Hersbruck (2:4).

Dennoch hatten es Daniel Wolf und seine Elf bis zum drittletzten Spieltag selbst in der eigenen Hand, das sportliche Wunder noch zu schaffen, ehe ein 1:1 gegen Bayern Kickers Nürnberg die Weichen in Richtung Abstieg stellte. Die 0:2-Niederlage bei der SG 1883 Nürnberg/Fürth eine Woche später besiegelte schließlich das Aus. Die SpVgg holte in der Rückrunde zwar 20 Punkte, aber nur 13 Zähler aus der Hinserie erwiesen sich als eine zu große Hypothek, um das Blatt noch wenden zu können.

Mit dunkel-blauem Auge davongekommen

Mit einem dunkelblauen Auge davongekommen ist Nachbarrivale SV Schwaig. Auch bei den „Gelb-Blauen“ lief es vom ersten Spieltag an nicht rund, was dazu führte, dass Trainer Frank Ulbrich im November das Handtuch warf und Christoph Weber die Verantwortung übernahm.

Der lange Zeit verletzte Torjäger schaffte es jedoch ebenfalls nicht, mehr Konstanz in das Spiel seiner Elf zu bekommen. Schwaig rangierte das gesamte Frühjahr am Rande des Abgrunds und mussten bis zum Schluss den sportlichen „Super-Gau“ befürchten. Erst mit Siegen bei Bayern Kickers Nürnberg (4:1) und einem abschließenden hart erkämpften 2:1-Erfolg gegen die SG 1883 Nürnberg/Fürth brachten die gebeutelten Schwaiger den Klassenerhalt in trockene Tücher.

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