FSV Oberferrieden präsentiert seinen neuen Spielertrainer

„Der richtige Schritt“

Martin Wießler übernimmt in der kommenden Saison den FSV Oberferrieden. | Foto: Manfred Keilholz2020/04/Oberferrieden-Markus-Wiessler.jpg

OBERFERRIEDEN – Der FSV Oberferrieden setzt in der kommenden Saison auf Martin Wießler als Spielertrainer.

Neu ist es wahrlich nicht, das Model des spielenden Trainers. Vor allem in den unteren Amateurligen bedienen sich immer mehr Vereine dieses Instruments. Die Vorteile liegen auf der Hand: Meist verfügen die Spielertrainer – im Gegensatz zum Großteil der Mannschaft – über höherklassige Erfahrung, sind fußballerisch gut ausgebildet und besitzen Stallgeruch. Nicht nur an der Seitenlinie stehen und Reden schwingen, sondern mit anpacken und aktiv am Erreichen der Ziele mitarbeiten. Jüngst präsentierte der FC Ezelsdorf mit Daniel Wolf einen solchen Spielertrainer für die kommende Saison. Auch der SV Unterferrieden ist mit der Arbeit von Martin Kirchbach zufrieden und geht mit ihm als spielender Coach ins zweite Jahr. Den selben Weg schlägt nun auch der Nachbar FSV Oberferrieden ein. Ab der kommenden Spielzeit 2020/21 wird Martin Wießler die Rolle des Spielertrainers beim A-Klassisten übernehmen und den FSV sowohl auf, als auch neben dem Platz führen.

Erste Erfahrungen gesammelt

Während andere mit 30 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere stehen, sammelte Wießler bereits fleißig Erfahrung im Trainergeschäft. Zuerst coachte er die Damenmannschaft des FC Ezelsdorf, ehe er für eine Saison zum SC Feucht in die Landesliga wechselte (15 Spiele, 0 Tore). Anschließend zog es ihn zum SV Stauf, wo er zwei Jahre als Spielertrainer fungierte. 44 Spiele, 28 Tore, dazu ein Punkteschnitt von 1,96: Schnell stellte sich die Verpflichtung Wießlers als Glückgriff für den SV Stauf heraus. Nach einem Jahr bei der SpVgg Diepersdorf kehrte er erst zum SV Stauf zurück, ehe er sich 2019/2020 dem Kreisklassisten TSV Winkelhaid anschloss.

Dort ist nach nur einem Jahr wieder Schluss. Markus Lang, Spielleiter des TSV Winkelhaid, war und ist mit der Arbeit des 30-Jährigen zufrieden: „Wir haben uns durch seine Verpflichtung mehr Leben am Platz und innerhalb der Mannschaft erhofft. Das hat er auf jeden Fall umgesetzt.“ Wießlers Stärken sieht Winkelhaids Spielleiter im körperlichen Bereich. „Er ist ein Kämpfertyp, zweikampfstark, einer, der die Mannschaft mitreißen kann“, beschreibt Lang den scheidenden Wießler und schiebt nach: „Ich denke, dass die A-Klasse als Spielertrainer der richtige Schritt für ihn ist und er dem FSV mit seiner kommunikativen Art auf jeden Fall gut tun wird.“

Wießlers nächste Station heißt also nun FSV Oberferrieden. Nach dem Kreisklassen-Aufstieg 2016 ging es in der folgenden Spielzeit direkt wieder eine Etage hinunter, mit Tabellenplatz zwei und vier in den darauffolgenden Jahren befand sich der FSV immer im Dunstkreis der Aufstiegsaspiranten. Aktuell belegt Oberferrieden Rang sieben, der Rückstand auf Rang zwei (FC Wendelstein II) beträgt neun Zähler.

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