2. Bundesliga

Damen-Judoteam des SV Neuhaus gelingt der Klassenerhalt

na Bauernfeind (rechts) und Claudia Fink holten für die Neuhauser Judo-Damen wichtige Punkte. | Foto: B. Schauer2019/10/Ina.jpg

ALTENFURT – Die Anspannung war riesig, der Kader winzig klein und der Saisonabschluss versöhnlich: Die Neuhauser Judo-Damen absolvierten ihren letzten Kampftag in der zweiten Bundesliga.

Es ging um den Klassenerhalt, und zwar in direkten Duellen gegen die Mannschaften aus Eltmann und Altenfurt. Die Begrüßung war herzlich, kennen sich die Kämpferinnen und Fans doch seit Jahren. Und dennoch war die Anspannung deutlich zu spüren.

Trainer Achim Schauer setzte große Hoffnungen auf seine Mädels. Immerhin konnte er das erste Mal in dieser Saison alle Gewichtsklassen besetzen, und deshalb liebäugelte er mit dem einen oder anderen Sieg.

Viel Spielraum hatte er allerdings bei der Aufstellung seiner Mannschaft nicht. Und so schickte er gegen die SG Eltmann Sonja Bauer (-52 kg), Nicola Deyerling (-48 kg), Anneliese Trappe (-57 kg), Samara Haselberger (-63 kg), Ina Bauernfeind (+78 kg), Claudia Fink (-70 kg) und Tatjana Schauer (-78 kg) auf die Matte.

Sowohl Bauer als auch Deyerling begannen engagiert, mussten sich aber geschlagen geben. Anneliese Trappe hielt die Neuhauserinnen im Rennen. Durch ihre aktive, angriffslustige Kampfweise sicherte sie den ersten Punkt, obwohl sie schon mit einer Wazaari-Wertung zurückgelegen war. Unerschrocken gelang ihr ebenfalls eine Wertung, sodass der Kampf in der Verlängerung entschieden wurde.

Auf Punktejagd

Doch schon in der nächsten Paarung fand Samara Haselberger kein Mittel, ihre starke Kontrahentin zu besiegen. Somit stand es 3:1 für Eltmann. Aber der Trainer hatte noch drei seiner erfahrensten und nervenstärksten Athletinnen in der Hinterhand. Ina Bauernfeind bewies einmal mehr ihre Klasse im Schwergewicht. Sie war die komplette Zeit über die Aktivere, hielt ihre Gegnerin in Schach und setzte gezielte Fußwürfe, um den wichtigen Punkt einzufahren. Die Aufholjagd war gestartet.

Das 3:3 erkämpfte Claudia Fink, die ihre ganze Routine ausspielte und ihre Gegnerin sowohl im Stand- als auch im Bodenkampf beherrschte. Nun lagen alle Hoffnungen auf Tatjana Schauer. Es dauerte keine Minute und Tatjana Schauer brachte ihre Gegnerin zu Fall und setze einen Haltegriff an. 20 Sekunden hallte ein „Halten! Halten!“ durch das Dojo – dann kam die Erlösung. Der vierte Punkt war erkämpft und die erste Begegnung gewonnen.

Die Sorgenfalten der durchwachsenen Saison, in der sich die Neuhauser Judoka unter Wert verkauften, auf der Stirn des Trainers und des Abteilungsleiters Karl Pfeffer entspannten sich langsam: „Es geht doch! Starke Leistung, Mädels!“

Stark verteidigt

Schauer veränderte die Aufstellung gegen Altenfurt nur ein wenig. In der Gewichtsklasse -63 kg startete Janina Böhmer, Samara Haselberger übernahm dafür den Kampf -70 kg. Sonja Bauer eröffnete, konnte ihren Kampf aber nicht gewinnen. Leichtgewicht Nicola Deyerling sorgte für den Ausgleich. Ihr gelang eine Wertung, die sie über die Kampfzeit von vier Minuten verteidigte.

Anneliese Trappe brachte die Neuhauserinnen danach kurzzeitig in Führung. Auch sie verteidigte eine Wertung. Das Duell -63 kg bestritt Janina Böhmer, die im Training respektable Leistungen zeigt. Leider gelingt es ihr noch nicht, das Potenzial im Wettkampf abzurufen – und so schafften die Altenfurterinnen den Anschluss.

Ina Bauernfeind dominierte nach einer Schrecksekunde deutlich den Kampf und sicherte den Punkt für ihre Mannschaft. Das war wichtig, denn Samara Haselberger verlor die vorletzte Paarung, sodass bei einem Gleichstand von 3:3 – wie schon zuvor gegen Eltmann – Tatjana Schauer auf die Matte ging.

Tipps vom Mattenrand

Der Kampfstil ihrer Gegnerin war hektisch, ruppig. Zwei gute Ansätze von Schauer führten nicht zum Erfolg. Rat suchend blickte sie zum Mattenrand. Ihr Trainer reagierte mit taktischen Anweisungen. Die 21-Jährige setzte die Vorgaben sogleich um und sicherte mit einem laut bejubelten Ippon den vierten Siegpunkt und den Verbleib in der zweiten Bundesliga.

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