Feuchts Gegner im Totopokal

Cham-Trainer: „Pokal ist zweitrangig“

ASV Chams Coach Andreas Lengsfeld stapelt vor dem Pokal-Spiel beim SC Feucht tief.
ASV Chams Coach Andreas Lengsfeld stapelt vor dem Pokal-Spiel beim SC Feucht tief. | Foto: Meier2019/08/LengsfeldAndreas-Trainer-ASV-Cham1.jpg

FEUCHT/CHAM –  Am heutigen Dienstagabend steht für den 1. SC Feucht das Heimspiel im Bayerischen Toto-Pokal 2019/20 in der ersten Runde auf dem Plan. Gast im Waldstadion ist ab 19.30 Uhr der Bayernliga-Aufsteiger ASV Cham. Die Gäste sind derzeit Sechster in der Bayernliga Nord und haben Ende Mai das geschafft, was den Feuchtern verwehrt geblieben ist.

Der 1. SC Feucht und der ASV Cham haben eine Gemeinsamkeit: In der vorigen Saison wurden beide in ihrer jeweiligen Landesliga Zweiter und erreichten dabei jeder stolze 84 Punkte. Der SC Feucht scheiterte bekanntlich als Vizemeister der Gruppe Nordost am FC Ismaning.

Der ASV Cham aus der Oberpfalz trat gegen den Bayernligisten ASV Vach an und schoss diesen regelrecht ab. Im Heimspiel bezwang Cham die Truppe vom Mannhof mit 8:1 (!) und auch das Rückspiel in Vach wurde mit 3:2 gewonnen. Damit erfüllte sich Cham den langgehegten Wunsch, endlich wieder in die Bayernliga zurückzukehren.

Cham war bei der Ligareform 1963, als die Bundesliga eingeführt und auch der Amateurfußball neu geregelt wurde, Gründungsmitglied der damals neu geschaffenen eingleisigen Bayernliga, die damals dritte Liga war. Cham wurde mit 23 Punkten Letzter, stieg in die Landesliga Mitte ab und ist nun nach 55 (!) Jahren wieder zurück in der Bayernliga.

ASV Cham: Ex-Profi an der Seitenlinie

Da läuft es für die Mannschaft des jungen Trainers Andreas Lengsfeld (33) sehr gut, aktuell sind die Ostbayern Sechster, haben dreimal gewonnen und zwei Spiele verloren. Für Lengsfeld, früher als Torwart unter anderem in der Bundesliga beim VfL Bochum (2007 bis 2009) aktiv, ist es die erste Trainerstation seiner Karriere. Lengsfeld stand zuletzt beim SV Donaustauf zwischen den Pfosten, davor drei Jahre beim ASV Cham.

Am 7. April 2006, damals in der alten Bayernliga, gastierte Lengsfeld das bisher einzige Mal in seiner Karriere im Feuchter Waldstadion und zwar mit dem SSV Jahn Regensburg II. Die Partie endete damals mit einem 2:2-Unentschieden.

Nun kommt Lengsfeld zum zweiten Mal nach Feucht, lässt aber einige wichtige Spieler zu Hause. Torwart Stefan Riederer, Namir Tahir, Tobias Kordick, Michael Plänitz, Stefan Meyer, Christoph Weidner und Johannes Bierlmeier werden nicht mitfahren.

„Einige sind angeschlagen, verletzt oder können von der Arbeit her nicht“, begründet der ASV-Trainer, der anfügt: „Für uns liegt als Aufsteiger der Fokus eindeutig auf der Bayernliga. Daher ist der Pokal für uns nur zweitrangig. Wir werden versuchen, dass wir vernünftig aus dieser Nummer rauskommen.“

Dass es der 1. SC Feucht in der Relegation nicht geschafft hat den Aufstieg in die Bayernliga zu packen, dazu sagt Lengsfeld: „Das ist schon ganz bitter. Feucht hatte wie wir das Problem, dass es bei ihnen mit Bamberg und bei uns mit Donaustauf einen ganz starken Konkurrenten gegeben hat. Wenn man dann wie Feucht und wir 84 Punkte erreicht und dann nicht aufsteigt, das ist sehr traurig.“

SC Feucht: Alle Mann an Bord

Ganz anders sieht es im Lager des 1. SC Feucht aus. Die Hausherren sind praktisch komplett. Wer spielen wird, das ergibt sich aus dem Abschlusstraining, das am Montagabend stattfand. „Wir haben alle Mann an Bord und freuen uns auf dieses Spiel. Das wird für uns eine gute Prüfung, denn Cham ist Bayernligist und sie sind mit neun Punkten gut gestartet. Am Samstag haben sie mit 3:1 beim 1. FC Sand gewonnen und dort eine gute Leistung gezeigt. Wir sind gespannt, was da auf uns zukommt“, sagt Feuchts Co-Trainer Adrian Milano.

Dass die Hausherren den Wettbewerb ernst nehmen werden, das bekräftigt Milano: „Auch wenn wir einen starken Gegner haben, so wollen wir doch in die nächste Runde einziehen.“

Die Mannschaft, die ja in der Landesliga immer noch unbesiegt ist, will ihren Lauf auch im Pokal fortsetzen. Ein positives Ergebnis ist auch mit Blick auf die nächste Aufgabe in der Liga wichtig, denn da geht es am Freitagabend ins Derby gegen den SC 04 Schwabach.

N-Land Dirk Meier
Dirk Meier