Frauenfußball

Ezelsdorfs Super-Serie ist gerissen

Der Ezelsdorfer Neuzugang Jenny Hallmann (rechts) hatte wie in dieser Szene beim Spiel der Ezelsdorfer Reserve gegen den DSC Weißenburg bereits in den Anfangsminuten etliche Möglichkeiten zum frühen Torerfolg. | Foto: DV2018/04/fcezelsdorfIIdscweissenburg.jpg
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NÜRNBERGER LAND – Irgendwann geht einmal jede noch so schöne Serie zu Ende – diese leidvolle Erfahrung mussten am vergangenen Sonntag die Ezelsdorfer BOL-Kickerinnen machen. Im 14. Saisonspiel mussten die Ezelsdorfer Überfliegerinnen erstmals Punkte abgeben. Ihre Reserve holte gegen den DSC Weißenburg einen knappen Heim-Dreier.

Frauen Bezirksoberliga: SV Sulzkirchen – FC Ezelsdorf 0:0 (0:0) – Der Ezelsdorfer Coach Felix Bernhardt war sichtlich etwas geknickt: „Es gibt Tage, da kann man vier Stunden Fußball spielen und es will partout kein Tor fallen!“ So geschehen am späten Nachmittag des Sonntags in Sulzkirchen.

Es war von Beginn an ein Spiel auf ein Tor und zwar auf das der Gastgeberinnen, die sich tief in der eigenen Spielhälfte verschanzten. Die Gäste taten sich dabei naturgemäß etwas schwer, hatten aber durchaus ihre Tormöglichkeiten. Dabei mangelte es aber an der Genauigkeit und der Kaltschnäuzigkeit der Ezelsdorfer Akteurinnen, die an diesem Tag hervorragend eingestellte Torhüterin des SV Michelle Wagler tat das ihrige dazu. Alle Möglichkeiten aufzuzählen, die sich der Tabellenführer im Verlauf dieses Spieles erarbeitet hatte, würde den Umfang dieser Berichterstattung sprengen.

Sulzkirchen gab in der 20. Minute einmal ein Lebenszeichen von sich, als sich für Paulina Hickl begünstigt durch einen Fehler in der Ezelsdorfer Abwehr eine Möglichkeit eröffnete. Ansonsten waren die Ezelsdorferinnen permanent im Vormarsch doch beste Gelegenheiten und auch Torschüsse führten zu keinem Erfolg.

Um dem Drama dann doch noch die Krone aufzusetzen, unterlief den Gastgeberinnen eine Minute vor dem Spielende dann noch ein Handspiel im eigenen Strafraum und es gab einen berechtigten Strafstoß für den FCE. Bezeichnend für den kompletten Spielverlauf an diesem „Seuchentag“ zeigte die ausführende Spielerin dann auch noch Nerven und setzte das Leder beim Elfer neben das Gehäuse. Trost für Ezelsdorf: Man ist seit 14 Spielen nach wie vor ungeschlagen! Insofern: Mund abputzen und am nächsten Samstag geht es weiter!

Frauen Bezirksliga 2: FC Ezelsdorf II – DSC Weißenburg 1:0 (0:0) – Das Ezelsdorfer Reserveteam war von Beginn an hellwach, kombinierte sicher und hatte anfangs einige reelle Torchancen. Allein der Ezelsdorfer Neuzugang Jenny Hallmann hatte die Gelegenheit, bei drei sehr guten Chancen das Match frühzeitig zu entscheiden. Zweimal wurde sie von Pauline Warnhofer in Szene gesetzt, beim dritten Mal kam sie nach einer Einzelleistung zum Abschluss, traf aber auch hier das gegnerische Tor nicht.

Nach der ersten Viertelstunde verflachte das Spiel etwas, in der 25. Minute wurde Katharina Möges elfmeterverdächtig gefoult, der Schiri legte jedoch den Ort der Tat außerhalb des Strafraumes fest. Weißenburg kam erst in den letzten Spielminuten der ersten Hälfte etwas auf, aber außer ein paar Distanzschüssen, die keine Gefahr für das Ezelsdorfer Tor bedeuteten, war nichts zu verzeichnen.

In der zweiten Hälfte war das Match dann auch nicht wesentlich attraktiver, auch der etwas holprige Boden ließ kein gutes Bezirksliganiveau zu. In der 65. Minute suchte wiederum die auf der halblinken Position durchgebrochene Jenny Hallmann den Torabschluss, leider auch hier ohne Erfolg. Letztendlich gelang dann den Ezelsdorferinnen doch noch der Lucky Punch in der 78. Minute. Daniela Brantl fing einen Torabschlag der Gäste ab, spielte ab auf Annika Görrissen, die mit einem strammen Schuss aus 25 Metern genau neben den Pfosten ins Weißenburger Tor traf.

In den letzten zehn Minuten wollten die Gäste dann doch noch den Ausgleich. Die gefährlichste Szene ergab sich, als nach einer Ecke eine Ezelsdorfer Abwehrspielerin den Ball mit dem Knie in Richtung eigenen Kasten abfälschte, Torhüterin Vivian Mederer sicherte aber mit guter Reaktion den knappen Heim-Dreier.

Frauen Kreisklasse: FSV Oberferrieden – DSC Weißenburg II 1:1 (0:0) – Die Gäste kamen besser ins Spiel und trafen nach zwei Minuten bereits ins Tor, das aber wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. In der Folge hatte Weißenburg mehr vom Spiel, Chancen waren auf beiden Seite jedoch Mangelware. Gefährlich wurde es nur einmal bei einem Missverständnis zwischen einer FSV- Verteidigerin und der Torhüterin, zum Glück ohne weiteren Schaden. Es ging mit dem 0:0 in die Pause.

Im zweiten Durchgang das gleiche Bild, Weißenburg war optisch überlegen, der FSV stand in der Defensive ganz gut. Die größte Chance hatte dann Weißenburg nach einer Stunde. Eine Stürmerin tauchte völlig frei vor dem Tor auf schob den Ball aber am Tor vorbei. In der 81. Min. machten es die Gäste dann besser und gingen durch Julia Harrer mit 1:0 in Führung. Oberferrieden steckte aber nicht auf und versuchte noch mal alles.

Chancen gab es vor allem nach Eckbällen. So fiel dann auch der Ausgleich in der 88. Minute. Einen Eckball konnten die Gäste nicht weit genug klären, der Ball landete bei Zoe Dechand, die schoss aus gut 35 Metern aufs Tor und der Ball schlug im langen Eck zum 1:1 ein. In der letzten Minute tauchte Kerstin Kupfer nach einem Abwehrfehler völlig frei vor dem Tor auf, brachte den Ball aber nicht an der Torhüterin vorbei. Das war dann auch die letzte Aktion im Spiel, es blieb beim 1:1.

(SG) FV Röthenbach/b.A. – TSV Eysölden 5:0 (3:0) – Das erste Match der beiden Titelaspiranten in der Vorrunde entschied der TSV Eysölden noch klar für sich, insofern ging es für die SG vor allem darum, den Anschluss an die Tabellenführung nicht zu verlieren und zumindest vorläufig den zweiten Platz zu sichern. Nachdem die Gäste ihre etatmäßige Torjägerin nicht aufbieten konnten, gelang dies dann auch recht überzeugend. Jedenfalls stand die Abwehr der SG bombensicher, Anja Petrowitz gab die „Sechs“ und egalisierte die gefährlichste Angreiferin der Gäste.

Die Gäste kamen überhaupt zu keinem geordneten Spielaufbau, die SG war taktisch und gedanklich immer einen Schritt voraus. Nach einigen Standards hüben und drüben kam Röthenbach dann auch in der 23. Minute zum ersten Torerfolg. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison war Melanie Hadamek mit einer direkt verwandelten Ecke zum 1:0 erfolgreich.

Nach ein paar weiteren Gelegenheiten flankte Melanie Hadamek und Ines Hirschmann machte das 2:0 (34.). Wenige Minuten später schlug dann Melanie Hadamek zum zweiten Mal zu, 3:0 in der 39. Minute. Eysölden sorgte eigentlich nur durch Freistöße für Gefahr für die ansonsten nicht weiter geprüfte Röthenbacher Torhüterin Sabine Gundel.

Mitte der zweiten Hälfte machte dann Melanie Hadamek nach Zuspiel von Ines Hirschmann mit dem 4:0 den Sack endgültig zu (75.). Kurz vor Schluss wurde Ines Hirschmann im Eysöldener Strafraum gelegt, entgegen aller Fußballerregeln trat die Gefoulte selbst an, verwandelte den Elfer aber sicher zum Endstand von 5:0 (87.). Mit dem Sieg ist die SG auf Schlagweite an die Tabellenspitze aufgerückt, der Rest der Saison verspricht spannend zu werden.

Frauen Kreisklasse 2: SpVgg Diepersdorf – 1. FC Schnaittach II 0:3 (0:3) – Am Sonntagvormittag war das favorisierte Reserveteam des 1. FC Schnaittach zu Gast in der Scherau. Bereits in der 6. Minute konnten die Gäste nach einem schönen Pass in die Schnittstelle der Diepersdorfer Abwehr und einem abschließenden Schuss aus spitzem Winkel durch Lea Britting mit 0:1 in Führung gehen. Die Gäste waren weiter feldüberlegen und bauten durch einen Distanzschuss in der 35. Minute durch Denise Hanisch-Schieder die Führung auf 0:2 aus. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff dann sogar noch das 0:3, Lea Britting erzielte ihren zweiten Treffer.

In der zweiten Halbzeit waren die Diepersdorfer Mädels dann etwas besser auf den Gegner eingestellt und agierten durchaus auch auf Augenhöhe. Trotz einiger Chancen auf beiden Seiten kam es zu keinem Torerfolg mehr. Der sehr gut leitende Schiedsrichter pfiff pünktlich ab.

Allgemein konnte man konstatieren, dass es schon einen Unterschied ausmacht, wenn eine Mannschaft auf Spielerinnen aus der Bezirksliga-Ersten zurückgreifen kann. Im Gegensatz dazu muss man mit Respekt erwähnen, dass bei der SpVgg an diesem Spieltag alleine sieben Spielerinnen zum Einsatz kamen, die erst seit dieser Saison mit dem Hobby „Fußball“ begonnen haben.

N-Land Der Bote
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