Frauenfußball

Die zwei Gesichter des FSV Oberferrieden

Bereits im Hinspiel hatten Jana Wiesand (r.) und Co. gegen Eysölden knapp das Nachsehen. | Foto: DV2018/04/IMG_2097.jpg

NÜRNBERGER LAND – Das Osterwochenende hielt für die heimischen Fußballerinnen einige Überraschungen parat. Weniger für den souveränen BOL-Spitzenreiter Ezelsdorf, der auch Mösrdorf keine Chance ließ. Dafür zeigten die Obeferrieder Damen zwei Etagen tiefer eine ziemlich gemischte Bilanz.

Frauen Bezirksoberliga: FC Ezelsdorf – TSV Mörsdorf 2:0 (1:0) – Die Gäste waren von Anbeginn äußerst defensiv und auf maximale Torsicherung eingestellt. Nach vorne brachte Mörsdorf relativ wenig zustande und kam auch das ganze Match über zu keiner einzigen Torgelegenheit. Die Gastgeberinnen hatten damit auch prompt ihre Probleme, vor allem, weil es an der erforderlichen Schnelligkeit und Genauigkeit im Spielaufbau mangelte. Lediglich ein Fernschuss von Julia Hirschmann in der 25. Minute brachte Gefahr für das Mörsdorfer Tor, ebenso ein Kopfball von Maike Wintrich der nach einem Eckstoß den Kasten verfehlte. Ansonsten konnte der Tabellenführer zunächst trotz viel Ballbesitz diese Überlegenheit gegen die sich tapfer wehrenden Gäste nicht nutzen.

Die Führung kurz vor der Pause gelang dann auch nur durch tatkräftige Mithilfe der Gäste. Melissa Allen führte einen Freistoß aus dem Mittelfeld hoch in den Mörsdorfer Strafraum aus und eine Mörsdorfer Abwehrspielerin lenkte das Leder schulmäßig per Kopf in das eigene Gehäuse (1:0 / 41.). Direkt nach dem Wiederanpfiff bauten die Ezelsdorferinnen das Ergebnis auf 2:0 aus. Nach einem Eckstoß kam Nadja Eckstein an den Ball, spielte quer und Katharina Hampicke war mit einem souverän erzielten Torschuss erfolgreich.

Ezelsdorf war auch in der zweiten Spielhälfte klar spielbestimmend, die Gäste verschanzten sich sprichwörtlich in der eigenen Hälfte. Mit hohem Tempo und guten Spielzügen erarbeiteten sich die Ezelsdorferinnen gegen die sichtlich kräftemäßig abbauenden und ersatzgeschwächten Gäste viele gute Möglichkeiten.

Die beste davon hatte wiederum Katharina Hampicke, die nach Doppelpass mit Emma Ring frei vor der Mörsdorfer Torhüterin Pia Harrer auftauchte, die aber gut parieren konnte. Julia Hirschmann, Melanie Schneider und Maike Wintrich hatten ebenfalls gute Möglichkeiten, Annika Görrissen setzte nach einem feinen Solo das Leder ans Lattenkreuz. Vor allem die überragende Mörsdorfer Torhüterin verhinderte eine durchaus mögliche höhere Niederlage.

Frauen Kreisklasse Neumarkt/Jura: FSV Oberferrieden – SV Höhenberg 8:2 (4:2) – Da am Mittwoch die Plätze in Höhenberg nicht bespielbar waren entschied man sich das Nachholspiel auf dem Gelände des FSV auszutragen. Der FSV erwischte einen Blitzstart und ging durch Jana Wiesand in der 1. Minute mit 1:0 in Führung. Die Gäste aus Höhenberg zeigten sich jedoch unbeeindruckt und nutzten eine Unstimmigkeit der FSV Abwehr durch Alisa Gmelch zum 1:1-Ausgleich (5.).

Nur fünf Minuten später traf Anna-Lena Schanderl aus dem Gewühl heraus nach einem Eckball zum 2:1. In Minute 12 erhöhte Jana Blum auf 3:1. Nach einem gut getretenen Freistoß von Leah Spitz erhöhte Jana Wiesand auf 4:1 (20.). Danach verflachte die Partie und beide Mannschaften agierten meist mit langen Bällen.

Chancen hatte der FSV, wenn es schnell über die Außen ging, doch weder Jana Blum noch Jana Wiesand konnten die Hereingaben verwerten. Einen Eckball lenkte Leah Spitz unglücklich ins eigene Tor zum 4:2 (35.). Das war dann auch der Pausenstand.

Nach Wiederanpfiff erneut ein Blitzstart des FSV. Jana Wiesand traf zum 5:2 (46.). In der 53. Minute erhöhte wiederum Jana Wiesand nach einem Traumpass von Nina Porwik auf 6:2. Dies sollte dann auch die Entscheidung gewesen sein. Anna-Lena Schanderl traf in der 67. Minute zum 7:2 und Jana Blum sorgte mit ihrem Treffer zum 8:2 (71.) für den Endstand. Jessica Bärnreuther und Kerstin Kupfer hatten noch beste Möglichkeiten ließen diese aber ungenutzt.

TSV Eysölden – FSV Oberferrieden 1:0 (0:0) – Ersatzgeschwächt und nur mit elf Spielerinnen reiste der FSV Ostersamstag zum Tabellen-Zweiten TSV Eysölden. Die Gastgeber nahmen von Beginn an das Spielgeschehen an sich. Klare Chancen konnten sie sich jedoch nicht erspielen. In der 30. Minute dann die größte Chance der Gastgeber. Eine Angreiferin tauchte frei vorm Tor auf Monika Schötz lenkte den Ball gerade noch so an den Pfosten. Mit einem 0:0 ging es dann in die Pause.

Nach Wiederanpfiff das gleiche Spiel. Der FSV verteidigte aber so gut, dass sich Eysölden eigentlich nur mit Distanzschüssen zu helfen wusste. Diese blieben jedoch zu harmlos. Es dauerte dann bis zur 80. Minute ehe das Tor des Tages fallen sollte. Franziska Hemmeter hatte auf der linken Seite zu viel Platz, zog in den Strafraum ein und traf ins lange Eck zum 1:0. In den letzten Minuten hatte der FSV noch zwei Freistöße aus dem Halbfeld, kam aber nicht mehr gefährlich vors Tor.

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