Raiba-Weihnachten

Frauenfußball

Chancenfestival beim Debütantinnenball

Ein engagiertes Laufduell zwischen Ina Pickelmann (links) vom FC Stöckach und der Diepersdorfer Mannschaftsführerin Nadine Hartrumpf (rechts). | Foto: DV2017/09/spvggdiepersdorffcstoeckach.jpg

NÜRNBERGER LAND – Zwei Spiele, zwei Siege, Platz eins – mit dem Heimerfolg gegen die zweite Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth haben die Ezelsdorfer BOL-Mädels am Wochenende die Tabellenführung übernommen. Zufrieden trotz der Nullnummer waren auch die Fußballerinnen der SpVgg Diepersdorf, schließlich war das Spiel gegen Stöckkach ihre Liga-Premiere.

Bezirksoberliga: FC Ezelsdorf – SpVgg Greuther Fürth II 3:1 (1:1) – Die Ezelsdorferinnen kamen sehr gut in die Partie gegen die Fürther Reserve und konnten dies auch gleich in Zählbares ummünzen. In der 8. Minute schloss Laura Loos einen gelungenen Spielzug mit dem 1:0 ab, Jasmin Gnan sorgte dabei für den finalen Pass. In der 23. Minute bekam Fürth einen fragwürdigen Freistoß zugesprochen, den Carolin Adlung volley zum 1:1-Ausgleich versenkte. Ezelsdorf war nach wie vor das aktivere Team, die Pässe in die Spitze kamen aber vorerst nicht an. Fürth dagegen lauerte auf Kontermöglichkeiten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der FCE noch zwei gute Möglichkeiten. Zuerst verzog Emma Ring in der 40. Minute knapp, drei Minuten später wurde ein Schuss von Jasmin Gnan genau in die Arme der Fürther Torhüterin abgelenkt.

Auch in der zweiten Spielhälfte hatten die Gastgeberinnen mehr Ballbesitz und Fürth versuchte sein Heil in Kontern. In der 65. Minute hatten die Ezelsdorferinnen extremes Glück, als bei einem dieser Konter Amanda Sulewski allein vor dem Kasten des FCE auftauchte, die Ezelsdorfer Torhüterin Yvonne Urdaneta aber bravurös den Rückstand verhinderte.

In der 70. Minute wurde Ezelsdorf belohnt, Julia Hirschmann konnte nach einem Eckball das Leder zum längst verdienten 2:1 über die Linie drücken. Die Entscheidung zugunsten der Gastgeberinnen fiel dann in der 81. Minute. Diesmal konterte Ezelsdorf, Julia Hirschmann schickte Jasmin Gnan auf die Reise, die am Ende den Ball genau unter die Latte zum 3:1 in die Maschen nagelte. Unterm Strich ein hart umkämpfter aber verdienter Sieg des FCE gegen einen unbequemen Gegner aus Fürth.

 

Bezirksliga 2: FC Ezelsdorf II – FV Dittenheim 2:2 (1:1) – Die Ezelsdorfer Reserve erwischte einen Start nach Maß gegen den favorisierten BOL-Absteiger aus Dittenheim. In der 3. Minute spielte Sabine Wrosch steil auf Pauline Warnhofer, die gekonnt in die Mitte flankte, wo Katharina Möges nur noch zur Führung einschieben musste. In der 26. Minute Glück für Ezelsdorf, Jolien Schupp wurde im Strafraum zu Fall gebracht, hier hätte es durchaus auch Strafstoß geben können. In der 33. Minute segelte dann ein langer Freistoß quer durch das Ezelsdorfer Abwehrzentrum, die Torhüterin wurde im Fünfer behindert, bekam den Ball nicht recht zu fassen und Eva Minnameier erzielte den Ausgleich.

Auch in der zweiten Hälfte machte Dittenheim etwas mehr und kam so zu ersten Möglichkeiten. Ein Querpass von Jolien Schupp konnte noch geblockt werden, doch wenige Minuten später war sie mit der 2:1-Führung erfolgreich. Eine weitere Gelegenheit für die Gäste konnte die Ezelsdorfer Torfrau bereinigen. In der 75. Minute dann ein Freistoß für die Gastgeberinnen, Julia Feldberger führte aus und traf unhaltbar aus 25 Metern zum erneuten Ausgleich. Die letzte Viertelstunde verlief sehr turbulent, doch die Ezelsdorfer Reserve erkämpfte sich mit Leidenschaft den verdienten Punkt.

 

Kreisklasse Neumarkt/Jura: DJK Veitsaurach – FSV Oberferrieden 2:4 (0:4) – Das Spiel begann mit beidseitigem Abtasten. In der 20. Minute brachten die Gastgeber den Ball nicht weg, Vanessa Haas zog aus 20 Metern ab und die Kugel schlug unhaltbar unter der Latte ein. Nun war es auch die beste Phase des FSV. Kurz darauf hatte Jana Wiesand zwei gute Abschlüsse, die von der Torhüterin gehalten wurden. In der 30. Minute wurde Nina Porwik mit einem langen Ball auf die Reise geschickt, legte sich den Ball an der Torhüterin vorbei, die sich nur mit einem Foul behelfen konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jana Wiesand sicher zum 2:0. Nur eine Minute später legte Jana Wiesand nach Zuspiel von Jana Blum das 3:0 nach. Kurz vor der Pause noch das 4:0. Einen langen Ball von Christina Meichner lenkte die Veitsauracher Verteidigerin ins eigene Tor.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste. Das Spiel plätscherte vor sich hin und spielte sich meistens im Mittelfeld ab. In der 75. Minute fiel dann der Anschlusstreffer zum 1:4 für die Gastgeber. Veitsaurach wurde nun stärker, warf alles nach vorne und kam auch so noch zu ein paar Chancen. Kurz vor Schluss ein Ballverlust des FSV im Mittelfeld, die Gastgeber schalteten gut um und kamen in der 89. Minute zum 2:4. Das war dann auch der Endstand und der FSV konnten den ersten Saisonsieg einfahren.

 

(SG) FV Röthenbach/b.A. – FC Frickenfelden 4:0 (2:0) – Nach einem Eckball von Franziska Stahl traf Clarissa Lumpi früh zum 1:0 in die linke untere Ecke. Die SG war spielbestimmend, die Tormöglichkeiten häuften sich. Ines Hirschmann erzielte zwei Minuten später den Pfosten, Clarissa Lumpi hatte in der Folge nochmal zwei, drei Tormöglichkeiten. Die Gegner hatten lediglich durch Freistöße kleine Chancen, die aber nichts einbrachten. In der 32. Minute schickte Clarissa Lumpi Melanie Hadamek auf die Reise, die dann zum 2:0 vollendete. Kurz danach konnte sich die Röthenbacher Torhüterin Sabine Gundel bei einem strammen Schuss der Gäste auszeichnen.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte eine diskussionswürdige Strafstoßentscheidung des Referees zuungunsten der Gastgeberinnen, die Röthenbacher Keeperin konnte den mittig ausgeführten Strafstoß entschärfen. Danach schepperte es kurz hintereinander zweimal im Frickenfeldener Kasten. Die Vorbereiterin in der 54. und in der 56. Minute war wiederum Clarissa Lumpi, beim 3:0 setzte sie Yvonne Hadamek in Szene, den vierten Treffer legte sie Franziska Stahl auf. Weitere Chancen für die SG blieben ungenutzt, der Gegner fiel wie in der ersten Spielhälfte lediglich durch Standards auf.

 

Kreisklasse Erlangen/Pegnitzgrund: SpVgg Diepersdorf – FC Stöckach 0:0 – Vor einer sehr stattlichen Zuschauerkulisse merkte man in den ersten zwanzig Minuten beiden Teams an, dass es sich um das erste Saisonmatch handelte, Nervosität und Unsicherheit waren am Anfang zuhauf vorhanden. Die ersten Möglichkeiten hatte Stöckach, nach einer etwas verunglückten Abwehr in der Defensive der Gastgeberinnen kam Susanne Schwarz in Schussposition, verzog aber freistehend.

In der 31. Minute schoss Jennifer Büchl übers Diepersdorfer Tor. In der letzten Viertelstunde übernahm der Liganeuling das Kommando, ein Freistoß von Michaela Boos aus dem rechten Halbfeld verpuffte vor dem Stöckacher Kasten. Auf der Gegenseite konnte Jasmin Röger eine Flanke von Hanna Wölfel zur Ecke klären. In der 40. Minute bediente die Diepersdorferin Sabine Walter auf der linken Seite Isabel Westram, die knapp am Tor vorbei schoss. In der 42. Minute dann die bis dahin hochkarätigste Chance für die Gastgeberinnen, Sabine Walter setzte sich auf links durch und Jahliva Kyel-Mensah brachte das Kunststück fertig und semmelt die Kugel aus zwei Metern Entfernung über das Tor.

In der zweiten Spielhälfte waren die Gastgeberinnen durchwegs spielbestimmend, Stöckach glänzte eigentlich nur durch einige, wenige Konterversuche oder durch Standards. Ein Freistoß von Susanne Schwarz fand die Diepersdorfer Torhüterin Tracy Wüstenberg auf dem Posten. Ein Gegenstoß von Isabel Westram ging wieder am Tor vorbei, zwei Distanzschüsse von Sabine Walter (60.) und Jaqueline Singer (64.) wurden Beute der Stöckacher Keeperin Alena Kutchera. In der 88. Minute flankte Kristina Hlawatschke von rechts scharf nach innen, Sabine Walter hatte in der Mitte freistehend den Big Point auf dem Schlappen, der Abschluss war jedoch zu schwach, um die Gäste-Torhüterin in Verlegenheit zu bringen. In der Schlussminute versuchte es Sabine Walter nochmal aus spitzem Winkel, der Ball streifte jedoch nur den langen Pfosten.

Diepersdorf freute sich über einen gelungenen Einstand, aufgrund der Spielanteile vor allem in der zweiten Hälfte und der besseren Chancen wären mehr als der eine Punkt drin gewesen.

N-Land Der Bote
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