N-Ergie warnt vor Anrufen

Vorsicht am Telefon

Die N-Ergie warnt vor unseriösen Anrufen vermeintlicher Energieanbieter, die sich zurzeit wieder häufen. | Foto: aletia2011 - stock.adobe.com2021/10/AdobeStock_61544302-scaled.jpeg

SCHWAIG – Die N-Ergie warnt, dass sich jahreszeitlich bedingt wieder Anrufe unseriöser Fremdfirmen bei Kunden häufen. Erlebt hat das auch eine Schwaigerin, die aber richtig reagierte.

Anneliese K. (Name geändert) hatte just einen Tag zuvor online den Stand ihres Stromzählers an die N-Ergie durchgegeben, als das Telefon klingelte. Die Anruferin meldete sich mit Vor- und Zunamen und einer Firmenbezeichnung, „die ich aber auf die Schnelle nicht verstanden habe“, erzählt die Schwaigerin. Die Frau am Telefon sagte, Frau K. müsse ihren Stromtarif bestätigen und ihr dazu ihre Stromzählernummer nennen.

Anneliese K. wurde skeptisch und beendete das Telefonat nach kurzem Hin und Her, ohne die gewünschten Angaben herauszugeben. Als sie versuchte, die angezeigte Telefonnummer zurückzurufen, hieß es, diese sei „nicht vergeben“. Sie wandte sich direkt an die Polizei und auch an die Pegnitz-Zeitung, um andere Leser zu warnen.

Keine Daten nennen

„Wir bitten die Empfänger solcher unseriösen Anrufe um erhöhte Vorsicht – insbesondere wenn nach Kunden-, Rechnungs- oder Zählernummern gefragt wird. Persönliche Daten sollten auf keinen Fall telefonisch weitergegeben werden“, mahnt Michael Enderlein, Pressesprecher des Nürnberger Energieversorgers. Ungebetene Telefonanrufe seien ein stetiges Problem, das sich in letzter Zeit wieder verschärft habe. Jeden Monat würden sich irritierte Kunden melden. Oft gehe es um vermeintlich günstigere Angebote für die Strom- und Gaslieferung.

Einen konkreten Zusammenhang mit dem Eintrag der Zählerstände, wie im Fall von Anneliese K., könne das Unternehmen zwar ausschließen. Allerdings würden unseriöse Firmen gerade das Jahresende für ihre Anrufe nutzen, wenn viele Verbraucher ihre Zählerstände ablesen. „Unsere Kunden können sich schützen, indem sie fragen, mit wem sie tatsächlich sprechen. Für den Fall, dass sie Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einlegen möchten, sollten sie immer nach Firmenname, Name und Grund des Anrufs fragen. Ein Beschwerde-Formular gibt es im Verbraucherportal der Bundesnetzagentur“, so Michael Enderlein.

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