Vorra verabschiedet Tekturpläne

Vielleicht sogar noch heuer bezugsfertig

Nach dem Brandanschlag ist der ehemalige Gasthof „Goldene Krone“ noch immer eingerüstet. Foto: S. Fuchs2015/08/5_2_1_2_20150803_VORRA.jpg

VORRA — Seit Mitte März ruhen die Aufräum- und Reinigungsarbeiten in den drei durch den Brandanschlag vom 11. Dezember 2014 zum Teil schwer in Mitleidenschaft gezogenen Gebäuden an der Hirschbacher und an der Hauptstraße. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden nunmehr die vom Landratsamt geforderten Tekturpläne behandelt und einstimmig verabschiedet.

Nicht nur die Einwohner von Vorra fragen sich seit längerem mit Blick auf den seit Monaten eingerüsteten ehemaligen Gasthof „Zur goldenen Krone“, was der Inhaber der drei brandbeschädigten, im Innenbereich bereits gründlich gesäuberten Bauwerke vorhat. Für die Kaufmann Immobilien GmbH und Co. KG mit Sitz in Berlin hat nun Architektin Martina Kraus vom gleichnamigen Architekturbüro in Nürnberg die Tekturpläne zur Änderung und Nutzungsänderung erstellt und bei der Gemeinde zur Genehmigung eingereicht. Hauptsächlich sind die schon Ende letzten Jahres behördlicherseits geforderten Brandschutznachweise in die Pläne eingearbeitet worden. Deshalb wären, wie Bürgermeister Volker Herzog bemerkte, die Unterkünfte vergangenen Dezember nicht bezugsfertig gewesen.

In dem als Sammelunterkunft vorgesehenen Zwei-Familien-Haus (Hauptstraße 40) werden unter anderem durch zusätzliche Wände Brandabschnitte im Erd- und Obergeschoss in Richtung Treppenhaus gebildet. Das für Sozial- und Lagerräume vorgesehene Nebengebäude (ehemalige Scheune) erfährt betriebsbedingte „Ertüchtigungen“. Zusätzliche Rauchmelder und Feuerlöscher sind hier und in den beiden anderen Häusern vorgesehen.

In der ebenfalls als Sammelunterkunft vorgesehenen „bestehenden Pension mit Restaurant“ (so wörtlich im Bauantrag) sind die meisten Änderungen geplant. Hier fällt der Nebeneingang am Unteren Höhenweg weg; der Zugang mit neu ausgerichtetem Treppenhaus erfolgt künftig über die Hirschbacher Straße. Daneben sind im Plan mehrere feuerhemmende Elemente für die Brandabschnitte sowie feuerhemmende Deckenauskleidungen vermerkt. Auch müssen der Dachstuhl und die -eindeckung zum Teil erneuert werden.

Wann die Unterkünfte bezugsfertig sind, ist noch völlig offen. Gegenüber dem Ehrenamtskreis Flüchtlingshilfe hat der Besitzer angedeutet, dass dies für das Zweifamilienhaus noch heuer der Fall sein könnte. Der Gemeinderat stimmte den vorgelegten Tekturplänen ohne Gegenstimme zu.

Die Kommune nimmt das Angebot der N-Ergie für die (kostenlose) Installation einer E-Bike Ladestation an. Die Anschlusssäule (Lade-Board) mit passendem Adapter für drei E-Bikes ist auf Gemeindegrund neben dem Fahrradständer am Insel-Café vorgesehen und liegt somit direkt an dem viel benutzten Pegnitztal-Radweg.

Für die Bedarfsanerkennung werden 42 Hortgruppenplätze sowie 17 (fünf plus zwölf bestehende) Kinderkrippenplätze gemeldet, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Am Kinderspielplatz in Artelshofen werden zwei Geräte ausgetauscht, nämlich ein Piratenmast und eine Nestschaukel, beide zukünftig pulverbeschichtet; Kosten rund 2700 Euro.

Der bereits im März im Zuge der Dorferneuerung Alfalter beschlossene Gehwegausbau zwischen Dorfgemeinschaftshaus und Staatsstraße wird um rund 50 Meter in Richtung Gasthof Stiegler verlängert; Leerrohre für den geplanten Breitbandausbau werden mit verlegt.

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