Test soll die Arbeit der Ermittler erleichtern

Nach Brandanschlag: Feuerwehr zum DNA-Test

Bei einem DNA-Test werden Gewebe und Speichel mit einem Abstrich der Mundschleimhaut per Wattestäbchen entnommen, dann wird ein genetischer Fingerabdruck erstellt. Foto: PeJo - Fotolia. com2014/12/5_2_1_2_20141230_DNA.jpg

VORRA – Die Spurensicherung an den drei Tatorten in Vorra ist knapp drei Wochen nach den feigen Brandanschlägen auf drei bezugsfertige Asylbewerberunterkünfte so gut wie abgeschlossen. Nur: Bislang fehlt die heiße Spur, die die Kriminalpolizei auf die Spur der Täter bringt. Kurz vor Weihnachten wurden alle beim Brand eingesetzten Feuerwehrleute zum DNA-Test gebeten.

Es war eine freiwillige Aktion, der viele der rund 160 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen nachkamen. Sie öffneten den Mund und ließen sich per Wattestäbchen Speichel entnehmen. Daraus wird der individuelle genetische Fingerabdruck erstellt. Der Hintergrund: An den drei Tatorten befinden sich Unmengen an DNA-Spuren. „Um festzustellen, ob die DNA nun zu Menschen gehört, die sich berechtigt am Tatort aufgehalten haben, brauchen wir deren Daten, um sie ausschließen zu können“, so Peter Schnellinger, Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Auch einige seiner Kollegen, die in Vorra im Einsatz gewesen sind, haben sich so registrieren lassen. Die Daten, so Schnellinger weiter, würden nur für den „Fall Vorra“ verwendet, „nach Abschluss der Ermittlungen werden die DNA-Informationen gelöscht“.

In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember hatten Unbekannte in Vorra an drei Häusern Brände gelegt. Das Feuer zerstörte unter anderem auch einen jüngst erst umgebauten Gasthof, in den nur wenige Tage später Flüchtlinge hätten einziehen sollen. Der Schaden beläuft sich auf 700.000 Euro.

Die Kripo setzte eine 30-köpfige Sonderkommission ein, die momentan noch damit beschäftigt ist, die Anwohner in Vorra zu befragen. Auch die Feuerwehrleute wurden „vernommen“: Denn vielleicht hatte der ein oder andere in der Brandnacht einen Menschen registriert, der sich auffällig benommen hatte.

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