Bernd Müller (THW) war mit Helfern in Berlin

Merkel empfängt Einsatzleiter aus Vorra

Beim Besuch des Ministeriums ergab sich für Müller sogar die Gelegenheit für ein Foto nur mit der Kanzlerin. | Foto: Müller2016/04/merkel_mueller.jpg

Auch mit Bundesinnenminister Thomas de Maiziére ließ sich Bernd Müller in Berlin fotografieren.
Auch mit Bundesinnenminister Thomas de Maiziére ließ sich Bernd Müller in Berlin fotografieren. | Foto: Müller2016/04/deMaiziere_mueller.jpg
VORRA/BERLIN – Bernd Müller aus Vorra hat in seiner Dienstzeit beim THW Lauf – Nürnberger Land schon viele Einsätze miterlebt, viele davon auch selbst als Einsatzleiter geführt. Zwei davon im vergangenen Jahr führten jetzt zu einer Einladung – mit 149 weiteren Helfern – nach Berlin, zu Kanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas de Maiziére.
2015 ereigneten sich zwei besonders große Herausforderungen in kürzester Zeit – im Juni hatte Bernd Müller die Einsatzleitung über die THW-Helfer beim G7-Gipfel in Elmau und als ab August die Zahlen von Schutzsuchenden aus Syrien anstiegen, war er schon wieder gefordert. Zusammen mit vielen anderen Helfern war er viele Tage lang als Führungskraft bei der Errichtung von Flüchtlingsunterkünften in einer Kaserne nahe Straubing eingesetzt. Für Müller, der selbstständiger Schreinermeister ist, heißt das auch, die Firma zu Hause schon wieder „im Stich“ zu lassen.
Diese unermüdliche Einsatzbereitschaft des Technischen Hilfswerks hatten auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Dienstherr des THW, Bundesinnenminister Thomas de Maizière, bemerkt und zum Dank rund 150 Helfer aus ganz Deutschland nach Berlin eingeladen. „Sie waren so etwas wie der erste Eindruck, den viele Menschen, die zu uns kamen, von Deutschland hatten“, sagte die Kanzlerin. „Sie haben Deutschland alle Ehre gemacht.“
Bernd Müller ist froh, dass die größtenteils ehrenamtliche Arbeit so gut wahrgenommen wird, habe man doch nicht immer den Eindruck, dass dieser Einsatz von allen Menschen positiv gesehen wird. Auch Innenminister de Maizière verwies beim Empfang in seinem Ministerium darauf, dass einige Helfer auch Angriffen und Pöbeleien ausgesetzt waren. „Das fanden wir besonders empörend“, so de Maizière. Und er dankte den Anwesenden, stellvertretend für alle Einsatzkräfte „Ohne Sie wäre die Unterbringung der Flüchtlinge hier in Deutschland nicht gelungen. Sie haben einen überwältigenden Einsatz für die humane Aufnahme der Flüchtlinge geleistet und damit gezeigt: Auf das THW ist Verlass. In der Vergangenheit, jetzt und in Zukunft.“
Der Tag hatte für die Vertreter von THW und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit einem Besuch im politischen Zentrum der Hauptstadt begonnen — während ein Teil der Gruppe das Bundeskanzleramt besichtigte, schnupperte Müller mit dem anderen Teil Parlamentsluft in der Kuppel des Reichstags in mehr als 40 Metern Höhe.
Der Besuch in Berlin endete mit einem Stehempfang in den Räumen des Innenministeriums, bei dem man sich mit Helfern aus dem gesamten Bundesgebiet über Einsatzerfahrungen austauschen konnte.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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