Kripo fehlt der entscheidende Hinweis

Soko Vorra sucht weiter nach Zeugen

Die Brandstiftung richtete hohen Schaden an.
Der Brandanschlag auf die Asylunterkunft in Vorra im Dezember hat deutliche Spuren hinterlassen: Unser Bild zeigt das verkohlte Treppenhaus. Foto: S. Fuchs | Foto: HZ-Archiv2015/01/5_2_1_2_20150108_SOKO.jpg

VORRA – „Der alles entscheidende Hinweis fehlt uns leider noch“, sagt Kriminalhauptkommissar Bruno Meixner, Mitglied der Soko „Vorra“ und Kontakt- und Ansprechperson für die Bevölkerung. Die rund 30-köpfige Sonderkommission war sofort nach den Brandanschlägen und den fremdenfeindlichen Hakenkreuzschmierereien auf die bezugsfertigen Asylunterkünfte in Vorra gebildet worden.

In mehreren Presseaufrufen und mit Fahndungsplakaten bat und bittet die Polizei seit der Brandnacht vom 11. auf 12. Dezember bei der Aufklärung um die Mithilfe der Bevölkerung. Insbesondere werden weiterhin Zeugen gesucht, die vor oder nach dem Brandausbruch auffällige Beobachtungen gemacht haben. Aber auch Fotos vom Brandgeschehen selbst und den Löscharbeiten und vom „Tag der offenen Tür“ (Samstag, 29. November) sind von Interesse.

Kriminalhauptkommissar Meixner, normalerweise bei der Kripo Schwabach im Dienst, war auch zwischen den Feiertagen in Vorra. Er sei im Rahmen seiner zahlreichen Gespräche und Begegnungen stets freundlich und offen empfangen worden, sagte er.

Auch sind zahlreiche wichtige Hinweise und Tipps eingegangen, die von ihm und den Kollegen akribisch abgearbeitet wurden oder denen derzeit noch genauestens nachgegangen werde. Ziemlich abgeschlossen sind mittlerweile die Befragungen von Haus zu Haus.

Die Sonderkommission ist auch in nächster Zeit in Vorra vor Ort. Das Büro im Rathaus ist werktags von 16 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr besetzt. „Wir sind auch künftig dankbar für jeden Hinweis und wenn er noch so nebensächlich erscheint“, betont die Leiterin der Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Elke Schönwald. Und der Soko-Angehörige weist darauf hin, dass Unterredungen stets mit der nötigen Vertraulichkeit und Diskretion geführt würden. Schließlich könne auch der vorm Rathaus angebrachte Briefkasten genutzt werden, der nicht videoüberwacht werde, wie so mancher vermute.

Übrigens: Für Hinweise, die zur Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren