Schwimmen ja, planschen nein

Zum aktiven Schwimmtraining dürfen ungeimpfte Jugendliche aktuell noch ins Hallenbad, nur zum Planschen allerdings nicht. | Foto: Foto: Shock/stock.adobe.com2021/11/AdobeStock_51972746-crop-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND – Zwölf- bis 17-jährige Schüler, die noch nicht vollständig geimpft sind, dürfen – zumindest bis Ende des Jahres – noch zum Sporttraining. Also auch zum Schwimmen, möchte man meinen. Doch tatsächlich kommt es ganz auf das Bad an.

Ins Schwaiger Hallenbad „Pegnitzaue“ dürfen ungeimpfte jugendliche Schüler derzeit noch kommen. Um „aktiven Schwimmsport zu betreiben“, wie es auf der Website heißt. In der Praxis bedeutet das: Sie dürfen ihre Bahnen ziehen, einfach im warmen Außenbecken gemütlich planschen oder sich am Kiosk Pommes kaufen dagegen nicht.

Eine Gratwanderung, wie auch Betriebsleiter Jan Gottschalk weiß, der zuletzt mehrere Anfragen von Eltern erhalten hat. Natürlich werde am Eingang der Impfstatus der Besucher kontrolliert und das Schwaiger Bad habe ohnehin nicht viele Gäste in der Altersklasse der Zwölf- bis 17-Jährigen, so dass die Gruppe – auch angesichts ohnehin reduzierter Besucherzahlen – überschaubar sei, sagt Gottschalk. Aber das Personal könne im Bad natürlich nicht jeden ständig „nachkontrollieren“.

Die Schulen nutzen die „Pegnitzaue“ derzeit nur noch eingeschränkt. Die Schwaiger Grundschule hat ab sofort den Schwimmunterricht ausgesetzt, ob die älteren Klassen aus dem Röthenbacher Gymnasium weiterhin kommen, die bisher außerhalb der Publikumszeit am Montagnachmittag im Bad waren, weiß Jan Gottschalk noch nicht.

Weiter schwimmen dürfen Jugendliche auch im öffentlichen Hallenbad am Laufer CJT-Gymnasium. Anders dagegen in der Hersbrucker Fackelmann-Therme. Sie gilt als „Freizeiteinrichtung“ und darf ungeimpfte Zwölf- bis 17-Jährigen nicht einlassen, so Betriebsleiter Kai Hoffmann zur Pegnitz-Zeitung.

Keine „Vermischung“

Auch für den „Sportschwimmerbereich“ gibt es keine Ausnahme. „Da unsere Thermen- und Saunagäste auch den Erlebnis und Sportbad-Bereich nutzen dürfen, würde es hier zu einer Vermischung beider Gruppen kommen, wenn unterschiedliche Regelungen gelten würden“, meint der Betriebsleiter.

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