Schwarzach tritt über die Ufer

Wasser zu Wasser

(C) HerbertBauer2021/01/Burgthann-Hochwasser-Schwarzach-scaled.jpg

Nürnberger Land. Nach den heftigen Schneefällen mit anschließendem Regen ist es der Schwarzach zu eng in ihrem Flussbett geworden. Grund zur Beunruhigung besteht laut Feuerwehr jedoch nicht.

Aus ist’s mit der weißen Pracht. Die heftigen Schneefälle der vergangenen Woche haben milden Temperaturen und Regen Platz gemacht und das führt zu: Hochwassergefahr. Schmelz- und Regenwasser haben die Schwarzach stark anschwellen lassen, an mehreren Stellen ist sie schon über die Ufer getreten. Seit vergangenem Wochenende ist der Pegel über gut 1,30 Meter angestiegen und lag zu Redaktionsschluss am Freitag bei 3,35 Meter, was Meldestufe 3 von 4 entspricht. Bis voraussichtlich Samstagnachmittag soll er weiter steigen.

„Keine Gefahr“
Grund zur Beunruhigung sei das aber nicht, versichert Christian Eckstein, Kommandant der Schwarzenbrucker Feuerwehr. „Von der Schwarzach geht momentan keine ‚Gefahr‘ aus“, sagt er. „Für das Wochenende erwarten wir nichts Außergewöhnliches. Die Lage ist momentan alles andere als dramatisch. Das wird sicher kein Jahrhunderthochwasser“, erklärt Eckstein.


„Sandsäcke zum Ausleihen
Sollten sich Anwohner trotzdem Sorgen um ihre Keller machen, könnten sie sich gern telefonisch an ihn wenden. „Wir haben mehrere Paletten mit Sandsäcken bei uns gelagert, die können sich die Bürger nach Absprache gerne bei uns abholen“, sagt der Feuerwehrkommandant. Unkompliziert und unbürokratisch. Auch Kosten fallen dabei keine an.
Auch die Lage für die Brückenbaustelle an der B8 in Schwarzenbruck schätzt Eckstein als unproblematisch ein. „Das sage ich aber nur als Laie, nur gestützt auf eigene Erfahrungswerte“, betont er.

Hochwasser nicht unterschätzen
Bei aller generellen Harmlosigkeit der Situation warnt Eckstein jedoch dringend davor, das Hochwasser als Fußgänger zu unterschätzen. Gerade im Schwarzach- und im Wiesengrund, durch die einige Wanderwege führen, sei Vorsicht geboten. „Es ist wirklich wichtig, dass die Leute nicht meinen, das ist ja nur 10 Zentimeter tief, da stapfe ich schnell mit meinen Gummistiefeln durch. Das haben wir als Kinder zwar auch gern gemacht, aber das ist tatsächlich gefährlich“, erklärt der Feuerwehrler. Grund dafür seien Auswaschungen, die man unter dem Wasser nicht sehen kann. „Wenn man da rein tritt und fällt, kommt man sofort in die Strömung und die ist zur Zeit nicht ohne. So schnell schaut man gar nicht, da ist man schon fortgerissen“, warnt Eckstein. Sollte es dazu kommen rät er unbedingt dazu, keine Zeit zu verlieren und umgehend die Rettungskräfte zu alarmieren.


Info
Wer sich Sandsäcke bei der Schwarzenbrucker Feuerwehr ausleihen möchte, kann sich unter 0170/4042767 bei Kommandant Christian Eckstein melden.

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