Schnaittacher Kreisrätin starb mit 64 Jahren

Christina 
Diener †

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SCHNAITTACH — Christina Diener ist tot. Die engagierte CSU-Politikerin, Kreisrätin und Kämpferin für Frauenrechte starb bereits am vergangenen Donnerstag an Krebs. Einen Tag nach ihrem 64. Geburtstag.

Diener kam Ende der 80er Jahre zur CSU und arbeitete sofort in der Frau Union mit. Sie gründete 1991 den Ortsverband Schnaittach und war 1993 bis 2003 FU-Kreisvorsitzende und Nachfolgerin von Christine Dobmeier. 2001 wurde sie Bezirksvorsitzende, ein Amt, das sie bis letztes Jahr ausübte. Von 2004 bis 2015 war die Verstorbene auch stellvertretende CSU-Bezirksvorsitzende.

Schon 1996 wurde sie für die CSU in den Kreistag Nürnberger Land gewählt. Das Amt der Kreisrätin übte sie trotz ihrer schweren Erkrankung noch bis vor wenigen Monaten aus.

Christina Diener war eine Kämpferin für ihre Überzeugungen – die nicht immer mit der Parteimeinung übereinstimmen mussten – und vor allem eine Kämpferin für die Rechte von Frauen, Familien und Kindern. Dabei war sie keine Aktivistin, und wollte schon gleich gar keine Emanze sein, wie es einmal ausdrückte. „Sondern als Frau für Frauen arbeiten und dabei das Weibliche und einen guten Stil niemals aufgeben. Im Gegenteil“.

Die Verstorbene war im Vorstand der Caritas im Nürnberger Land engagiert, sie war Mitgründerin des Vereins „Hilfe für Frauen und Kinder in Not“, sie war selbst regelmäßig am Notfalltelefon erreichbar und engagierte sich im und für das Frauenhaus in Schwabach. Und Christina Diener setzte sich im Bezirk für das Mammographie-Screening, also den Kampf gegen Brustkrebs, ein.

„Sie wird uns sehr fehlen“, sagt CSU-Kreisvorsitzender Norbert Dünkel zum Tod von Christina Diener. Vor allem weil sie sich eben über die Landkreisgrenzen hinaus für Frauenrechte engeagierte. Und für FU-Kreisvorsitzende Petra Oberhäuser ist Dieners Tod „ein Verlust für die Frauenrechte im Nürnberger Land“.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer