Besonderes Gedenken

Reichenschwander vergessen Hungersnot nicht

Zu "Zerstörung" werden die Gräber am Reichenschwander Friedhof hergerichtet. | Foto: M. Gniffke2022/08/a482689040i0002_max1024x.jpg

REICHENSCHWAND – 1816 hatte der damalige Reichenschwander Pfarrer Leonhard Hering die Gemeinde in schwerer Zeit – Missernte und Hungersnot hatte viele Menschenleben gekostet – auf dem Friedhof versammelt.

Als im Jahr darauf die Ernte reich ausfiel, wurde die Tradition begründet, die bis heute aufrechterhalten wird: Am Gedenktag der Zerstörung Jerusalems trifft sich die Gemeinde zum Gottesdienst auf dem Friedhof.

Der Posaunenchor unter Leitung von Anke Leißner umrahmte den Gottesdienst musikalisch. Pfarrer Heinrich Weniger sprach von der Zerstörung des Menschen durch den Menschen. So die Geschichte von David und Bathseba (2. Samuel Kapitel 11 und 12) – beginnend mit Liebe und Leidenschaft, jedoch verbunden mit rücksichtsloser Gier, zeigt sie die Abgründe der menschlichen Existenz. 

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