Gemeinderat

Feuerwehrhaus Reichenschwand wird „klarer Baukörper“

Als „klaren Baukörper“ bezeichnete Architekt Wolfgang Ganser den geplanten Neubau des Reichenschwander Feuerwehrhauses. | Foto: Ganser/FF Reichenschwand2020/03/HEADER-FFWHaus.jpg

REICHENSCHWAND – Wieder einmal lockte die Gemeinderatssitzung viele Besucher an. Der Grund: Erneut stand die Vorstellung der Pläne zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses auf der Tagesordnung.

Nach der Präsentation der ersten Planung hatte es großen Diskussionsbedarf gegeben, fasste Bürgermeister Bruno Schmidt kurz zusammen. Die Ratsmitglieder hatten sich erschrocken gezeigt über die hohen Kosten von 
2,6 Millionen Euro, zumal hierfür kaum Zuschüsse zu erwarten sind. In mehreren Gesprächen wurden Einsparungsmöglichkeiten diskutiert und schließlich eine „gute und für alle tragbare Lösung“ erarbeitet, wie Schmidt ausführte.

Mehr geht nicht

Architekt Wolfgang Ganser stellte seine neue Planung vor: Neben der Einsparung eines Fahrzeugstellplatzes wurden die Räume insgesamt verkleinert. Die Außenansicht zeigt einen „klaren Baukörper“. Nach wie vor werden alle Vorgaben erfüllt, es gibt einen Raum für den Kommandanten, einen Jugendraum sowie einen großen Unterrichtsraum. Die neue Kostenschätzung liegt bei 2,245 Millionen Euro, weiteres Einsparpotenzial sei nicht vorhanden.

Der Bürgermeister bedankte sich für die Ausführungen und die konstruktive Zusammenarbeit. Die erarbeitete Einsparung von 350 000 Euro sei ein Erfolg, zudem stünden Förderungen in Höhe von 180 000 Euro in Aussicht. Vergleichbare Bauten im Landkreis hätten ähnliche Kosten verursacht. Der Bau sei jederzeit erweiterbar, wenn dies in Zukunft nötig werde. Der große Schulungsraum sei auch für andere Veranstaltungen nutzbar und könnte beispielsweise an andere Vereine dazu vermietet werden.

Die Fraktionssprecher Josef Meer und Lars Fuchs wiesen noch einmal auf ihre Verantwortung gegenüber der gesamten Gemeinde hin, die Finanzen im Blick zu behalten. Dies sei gelungen, man habe „maßvoll eingespart“. Dennoch sei es natürlich eine wichtige Pflichtaufgabe der Gemeinde, die örtliche Feuerwehr für die Zukunft fit zu machen. Umso enttäuschender sei es, dass es dafür kaum Fördermittel gibt. Die neue Planung wurde einstimmig genehmigt.

Aus Gründen der Nachverdichtung und Neuordnung soll der vorliegende Bebauungs- und Grünordnungsplan in Leuzenberg in einem kleinen Teilbereich geändert werden. Aufgenommen wird eine Parkfläche, die unter anderem der Gemeinde als Touristenparkplatz zur Verfügung steht – Stichwort „Wanderparkplatz“.

Arbeiten statt wohnen

Zum anderen soll eine Fläche baulich nachverdichtet werden: Der Bauwerber plant den Abriss eines Wohngebäudes, um ein neues, dreigeschossiges Bürogebäude mit einer Wohneinheit auf dem Platz zu errichten. Sowohl der Bürgermeister als auch die beiden Fraktionssprecher begrüßten das Vorhaben grundsätzlich in der Hinsicht, da es die Absicht einer ortsansässigen Firma bestätige, seinen Sitz in der Gemeinde zu behalten und auszubauen.

Sie zeigten Verständnis dafür, dass dazu gewisse Vorgaben nötig sind – 25 Mitarbeiter sollen hier ihren Arbeitsplatz haben. Hinsichtlich der Größe des Neubaus wolle man die Pläne – man wünsche sich zwei bis drei Alternativen – abwarten. Die Fläche liegt in einer Senke, so dass die Höhe optisch möglicherweise gar nicht so groß erscheint. Der Gemeinderat beschloss, die Änderung des Bebauungs- und Grünflächenplans auf den Weg zu bringen und weitere Gespräche mit dem Bauwerber zu führen.

Für die Dauerbaustelle in der Ortsdurchfahrt B 14 ist ein Ende in Sicht: Die Arbeiten an der Ranna-Wasserleitung sollen Ende März abgeschlossen sein. Davor wird noch einmal eine Sperrung der Ortsdurchfahrt nötig sein. Genaue Informationen werden zu gegebener Zeit durch eine Pressemitteilung in der Hersbrucker Zeitung erfolgen, teilte Schmidt mit.

Einwohner beklagen, dass in der Lambacher Straße und auch zur Anfahrt an den Generationengarten über die Von-Furtenbach-Straße zu schnell gefahren werde. Das sei eine Gefahr vor allem auch für die Kinder – es ist ein Schulweg. Die Verwaltung nimmt den Vorschlag aus dem Gremium auf, das gemeindeeigene Geschwindigkeitsmessgerät wieder einmal zum Einsatz zu bringen.

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