PWC nach hinten geschoben

MOOSBACH – Der Sprecherkreis der Bürgerinitiative Moosbach-Birnthon hat auf Anfrage Post aus dem Nürnberger Rathaus bekommen. Darin teilt Nürnbergs Bürgermeister Dr. Klemens Gsell mit, dass entsprechend einer Information von Innenminister Joachim Herrmann die Gelder für eine eventuelle Verwirklichung der PWC-Anlage an der A 6 zwischen Moosbach und Birnthon „ganz nach hinten“ geschoben wurden. Die daraus resultierende Prioritätenverschiebung gibt der Bürgerinitiative damit mehr Zeit, durch Gespräche und Aktionen eine Verschiebung der Anlage außerhalb des Bannwalds an einen deutlich besser geeigneten alternativen Standort zu erreichen.

Für den Sprecherkreis der BI Moosbach-Birnthon und die betroffene Bevölkerung ist die zeitliche Verschiebung zunächst einmal ein erfreuliches Zwischenergebnis, aber noch keine Entwarnung. Wie am Beispiel der Nordspange zum Nürnberger Flughafen deutlich zu sehen ist, sei trotzdem eine Planfeststellung noch lange nicht ausgeschlossen. Die Bürgerinitiative wird deshalb aktiv bleiben, das heißt, geplante Gespräche mit Politikern und Behörden führen sowie öffentlichkeitswirksame Aktionen durchführen. Darüber hinaus erinnert der Sprecherkreis der BI an die bisher nicht aktivierte Petition für Berlin und München sowie die mit dem Vorsitzenden des Bund Naturschutz, Prof. Dr. Hubert Weiger, abgestimmte und beschlossene Klagebereitschaft gegen den Bau der PWC-Anlage am vorgesehenen Standort. Für die BI ist das Ziel erst erreicht, wenn der Standort der PWC-Anlage zwischen Moosbach und Birnthon im Nürnberger Reichswald endgültig aufgegeben wird.

N-Land Der Bote
Der Bote