Feuerwehrjubiläum und Fanblockfest

Außergewöhnliches Jahr für Kucha

Stolz präsentieren die Vertreter von Feuerwehr und Fanblock ihre Festprogramme – stehend von links nach rechts: Frank Endres, Dominik Stengel, Christian Blos und Michael Schwab; kniend v.l.: Marion Scharrer, Hans-Peter Löhner, Reinhard Haas. | Foto: G. Müller2017/03/kucha.jpeg

KUCHA – Große Ereignisse, sagt man, werfen ihre Schatten voraus. Das gilt in diesem Jahr besonders für Kucha. Erst ein stattliches Feuerwehrfest mit drei Live-Bands, darunter die „Dorfrocker“, und dann noch ein weiteres Fest, unter anderem mit der bekannteren Hardrock-Band Bonfire (wir berichteten). Für beide Großereignisse in dem 250-Einwohner-Dorf gibt es gute Gründe.

Neben dem jährlichen Fanblockfest des SV Offenhausen, das im Juni im 25. Jahr an drei Tagen um den Fronleichnamstag stattfindet , steht 2017 zusätzlich die Jubiläumsfeier zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr in Kucha an.
Lange überlegten sowohl Feuerwehr als auch Fanblock im Vorfeld, welcher Rahmen für den doppelten Anlass geeignet und umsetzbar wäre. Weil das Fanblockfest 1992 im Zuge der Feiern zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr entstanden ist, war eine der ersten Überlegungen, das Doppeljubiläum mit einem großen gemeinsamem Fest zu begehen.

Große Diskussionen
Viele Fragen zu Termin und Veranstaltungsort regten große Diskussionen in dem kleinen Dorf an. Nicht nur bei Feuerwehr und Fanblock, auch am Stammtisch war das Abwägen häufiger Für und Wider allgegenwärtig. Auch „alte Hasen“ und „junge Wilde“ mussten zusammenfinden. Die signifikanten Kosten und der Arbeitsmehraufwand für ein großes Festzelt im Gegensatz zur „festbereiten“ Reinhard-Endres-Halle waren die Argumente der Hallenbefürworter. Bei der Terminabstimmung wurde zudem klar, dass die Vielzahl der angedachten Programmpunkte an einem Festwochenende schwerlich unterzubringen wäre. Am Ende mussten die Entscheidungen in den einzelnen Hauptversammlungen getroffen werden.

Die sonstigen Anforderungen hingegen stellten sich als sehr ähnlich dar. An mehreren Festtagen sollten durch ein möglichst abwechslungsreiches Programm jeweils unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden. Der Fanblock blieb bei seinem Termin an Fronleichnam, während sich die Feuerwehr Kucha für einen möglichst frühen Termin entschied (27. bis 30. April). Seither arbeiten die Planungsgremien auf Hochtouren.

Die Feuerwehr zog die „Dorfrocker“ an Land und holte zum zweiten Mal den Zieleinlauf des Landkreislaufs nach Kucha. Dazu gibt es ein Heimspiel der Gruppe Rokit, deren Bandleader Martin Pirner seit Jahren in Kucha zu Hause ist. Die „Red Bag‘d Farmer 5“ haben beim Jubiläum der Nachbarwehr aus Offenhausen so überzeugt, dass sie nach dem Feuerwehrumzug auch in Kucha Stimmung garantieren sollen.
Auch der Fanblock will sein 25-Jähriges „krachen“ lassen. Unter dem Motto „The Schaum must go on“ wird mit der Schaumparty am 14. Juni eröffnet. Am Fronleichnamstag findet erneut ein historischer Umzug mit anschließendem Musikantentreffen statt. Am Tag danach kommen die Kultrocker von Bonfire auf ihrer Europa-Tournee nach Kucha. Zum Festabschluss am Samstag, 17. Juni, hat sich Jürgen Kaul mit der Bayern1-Disco angesagt.

Drei Orte stehen Kopf
Klar, dass der Ort Kucha sowie auch Püscheldorf und Oberndorf Kopf stehen bei diesem Doppelvierer – zwei große Feste mit jeweils vier Tagen Programm sind nicht jedes Jahr geboten. Die Steuermänner Christian Blos, Vorsitzender der Feuerwehr in Kucha, und Reinhard Haas, Vorsitzender des Fanblock SV Offenhausen, sorgen dafür, dass alle im Ort und in den Vereinen trotz der zwei Termine gemeinsam und im Takt rudern. Bei über 40 aktiven Feuerwehrmännern und -frauen sowie bei 130 Vereinsmitgliedern des Fanblock muss Kucha auch als Dorfgemeinschaft mit anpacken, um für die „Eight days a year“ viele hundert Dienste sicherstellen zu können.

Bürgermeister Georg Rauh zeigte sich bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Kucha überzeugt, dass der Ortsteil auch zwei Feste dieser Dimension zuverlässig stemmen wird. Am Ende bleibt es aber wohl auch ein kleines Wagnis, ob denn genügend Gäste so oft den Weg nach Kucha finden werden. „Entscheidend ist, dass wir unser Bestes geben, „und dann schau’n mer mal“, lautet unisono die Devise der beiden Vorsitzenden.
Zuletzt wurden große Veranstaltungsbanner im größeren Umkreis aufgestellt, unter anderem auch am Ortseingang von Kucha. Die Plakate stehen auf dem Grund von Hans Schmidt, dem Vorsitzenden des Schnupf-Clubs Kucha. Somit leistet auch dieser Verein seinen kleinen Beitrag.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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