Empörung in Röthenbach

Nur ein Elternteil zur Einschulung?

Diese drei Erstklässer beherzigen bereits einen der wichtigsten Tipps der Polizei: Am sichersten ist der Schulweg in der Gruppe.
Symbolfoto | Foto: PZ-Archiv/Kirchmayer2018/09/Abc-Schutzen-Erstklassler-Schulbeginn-Schulstart-Einschulung-Sc.jpg

Röthenbach. Hohe Wellen hat auf Face­book in den letzten Tagen ein Bericht der „Bild“-Zeitung geschlagen, wonach zur Einschulung in der Röthenbacher Seespitzschule am 8. September die Erstklässler wegen Corona von jeweils nur einem Elternteil begleitet werden dürfen.

Die Eltern der künftigen Abc-Schützen hatten zu Ferienbeginn einen Brief von der Schulleitung erhalten, in dem es heißt: „Aufgrund der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln darf leider nur eine Begleitperson pro Kind an der Veranstaltung teilnehmen.“ Für viele betroffene Eltern unverständlich, zumal in der ebenfalls in Röthenbach ansässigen Forstersbergschule laut Information auf der Homepage beide Eltern mitkommen dürfen.

Seespitzschul-Rektorin Sabine Teibach äußert sich nun auf Nachfrage der PZ. Zwar sei es richtig, dass sie zu Ferienbeginn davon ausgegangen sei, dass coronabedingt nur ein Elternteil die Erstklässler begleiten dürfe. Sie habe den Eltern aber auch mitgeteilt, dass die Schulleitung die aktuellen Entwicklungen verfolgen und entsprechend reagieren werde. „Ich habe extra einen E-Mail-Verteiler angelegt, um die Erstklass-Eltern kurzfristig informieren zu können.“ Für Anfang September habe Kultusminister Piazolo konkrete Hinweise angekündigt, wie der Schulstart ablaufen soll.

„Aus pädagogischer Sicht ist es mir natürlich wichtig, dass beide Eltern mit zur Einschulung können“, betont Sabine Teibach. Die Entscheidung sei also „nicht in Stein gemeißelt“. Ziemlich sicher ist allerdings, dass außer den Eltern keine weiteren Begleitpersonen erlaubt sind. Großeltern und Paten werden diesmal also draußen bleiben müssen.

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