Stallpflicht für Geflügel

Hühner müssen in den Stall

Geflügelhalter im Landkreis müssen ihre Tiere ab sofort in Ställen oder in überdachten Vorrichtungen halten. | Foto: reinhard sester - stock.adobe.com2021/03/AdobeStock-665755.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Wegen der Ausbreitung der Geflügelpest (HPAI) in der Wildvogelpopulation und zum Schutz der bayerischen Geflügelbestände, ordnet das Landratsamt eine Stallpflicht im Landkreis Nürnberger Land an. Diese dient genauso wie die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen dazu, den Kontakt zwischen Wildvögeln und Haus- und Nutzgeflügel zu vermeiden, um die Einschleppung der sogenannten Vogelgrippe in die Geflügelhaltung zu verhindern. Das teilt die Behörde in einer Pressemeldung mit.

Für alle privaten und gewerblichen Geflügeltierhalter gilt eine Stallpflicht in geschlossenen Ställen. Alternativ ist auch die Unterbringung unter einer Vorrichtung möglich, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung besteht. Dabei bedarf es zusätzlich einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung.

Ergänzende Aufzeichnungen nötig

Halter mit Geflügelbeständen von bis zu 100 Stück Geflügel im Landkreis Nürnberger Land müssen im Bestandsregister ergänzende Aufzeichnungen über die Anzahl der pro Werktag verendeten Tiere machen. Halter mit einem Bestand von bis zu 1000 Tieren müssen ergänzende Aufzeichnungen über die Gesamtzahl der gelegten Eier pro Bestand und Werktag führen. Darüber hinaus haben die verstärkten Biosicherheitsmaßnahmen, die am 3. Februar angeordnet wurden, weiterhin bestand.

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Weitere Informationen erhalten Geflügelhalter auf der Homepage des Landratsamts unter dem Stichwort „Informationen für Geflügelhalter“. Dort finden sich aktuelle Links mit Infos rund um die Geflügelpest.

Tote Vögel nicht anfassen

Für den Menschen ist das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Tote Vögel sollten dennoch nicht direkt angefasst werden, da auch andere Krankheiten übertragen werden können. Sollte es sich um einen toten Hühner-, Wasservogel oder Greifvogel handeln, sollte möglichst das Veterinäramt informiert werden. Dies gilt auch, wenn mehrere Vögel an einem Fundort verendet sind.

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